Riesenwelse: «Süsswasser-Monster» sollen eliminiert werden
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Riesenwelse«Süsswasser-Monster» sollen eliminiert werden

Ein Walliser fordert Massnahmen gegen den Riesenwels in den Seen bei Sion, weil es schon Bissvorfälle gab. Der Kanton zieht eine Beseitigung in Betracht.

von
ann
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Welse sind Süsswasserfische und leben besonders gern in Seen. Riesenwelse können mehrere Meter lang und Dutzende von Kilo schwer werden.

Welse sind Süsswasserfische und leben besonders gern in Seen. Riesenwelse können mehrere Meter lang und Dutzende von Kilo schwer werden.

So haben Philipp Flatau (am Kopfende) und Thomas Bulas (Schwanzende) so einen riesigen Wels aus dem Murtensee gefischt.

So haben Philipp Flatau (am Kopfende) und Thomas Bulas (Schwanzende) so einen riesigen Wels aus dem Murtensee gefischt.

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Ebenfalls aus dem Murtensee stammt dieses Riesenwels-Exemplar, das vor rund einem Jahr gefangen wurde.

Ebenfalls aus dem Murtensee stammt dieses Riesenwels-Exemplar, das vor rund einem Jahr gefangen wurde.

Das Foto von einem riesigen Fisch, der angeblich im Bereich von Les Iles in Sion gefangen wurde, verbreitete sich am Wochenende in Windeseile in den sozialen Netzwerken in der Romandie. Hunderte Male ist das Bild geteilt worden und hat eine kleine Welle der Panik im Rhonetal verbreitet.

Dabei war das Bild, das der Urheber gepostet hatte, nicht einmal echt. Aber der Walliser hatte dies ganz bewusst getan. Denn er wollte auf etwas aufmerksam machen, was seiner Meinung nach ein wiederkehrendes Sicherheitsproblem ist. «Welse, die Dutzende Kilo schwer sind, leben in jenen Teichen, in denen Familien im Sommer gerne baden gehen», sagte er. Ein Freund sei im vergangenen Jahr zweimal angegriffen worden.

«Diese Fische sind unerwünscht»

Es sei Zeit für die Behörden, das Problem anzugehen. «Schilder vor Ort weisen darauf hin, dass Schwimmen dort nicht zu empfehlen ist.» Im Jahr 2011 wurde dennoch eine Schwimmerin in Les Iles von einem «Süsswasser-Monster» gebissen. Für die Schweiz eine Premiere, wie mehrere Experten damals feststellten. In Europa hingegen habe es schon mehrere Fälle gegeben, vor allem in Frankreich.

Mit seinem Engagement trifft der Walliser auf offene Ohren im Kanton. Die Abteilung für Jagd, Fischerei und Wildtiere will in nächster Zeit ein Projekt zur Eliminierung des Welses lancieren.

Die Besitzerin des Naherholungsgebiets, das Bürgertum von Sion, fordert seinerseits mit Nachdruck Massnahmen. «Diese Fische sind unerwünscht», sagt ihr Präsident Antoine de Lavallaz. «Das Dossier liegt nun beim Kanton. Es wurden jedoch noch keine konkreten Schritte getroffen.»

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