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Suizid mit elektrischem Stuhl

Aussergewöhnlicher Selbstmord in einem deutschen Gefängnis. Ein Häftling hat sich mit einem selbst gebastelten elektrischen Stuhl hingerichtet.

Michael D. wollte mit seinem schlechten Gewissen nicht mehr weiterleben. Der 38-Jährige sass in einem Knast im deutschen Geldern eine lebenslange Haftstrafe ab. Grund: Er hatte 1995 seinen besten Freund brutal ermordet – aus Eifersucht. D. hatte es auf dessen Freundin abgesehen.

In der Nacht auf Samstag bastelte er sich in seiner Zelle einen elektrischen Stuhl und setzte sich darauf. Dann wickelte er die Enden eines Elektrokabels um seine Handgelenke, steckte einen Stecker in die Dose. Der Stromstoss war tödlich. D. hatte sich bei der Konstruktion seines Hinrichtungswerkzeugs wohl seine beruflichen Kenntnisse zu Nutzen gemacht – er hatte Physik studiert und war ausgebildeter Elektroniker.

Die Gefängnisleitung bestätigte dem Kölner «Express» den spektakulären Selbstmord, wollte sich aber wegen der Gefahr von möglichen Nachahmern nicht weiter dazu äussern.

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