Aktualisiert 05.03.2008 13:41

Suizid vor dem japanischen Parlament

Vor dem japanischen Parlament hat sich ein Mann in den Kopf geschossen. Der gut 60-Jährige hatte einen Protestbrief an Ministerpräsident Yasuo Fukuda bei sich, als er vor dem Südeingang des Parlaments seine Waffe gegen sich selbst richtete.

Der Mann wurde später im Krankenhaus für tot erklärt, wie Polizeisprecher Hiromu Kawaguchi sagte.

In Medienberichten hiess es, der Mann sei ein rechtsgerichteter Aktivist gewesen. Aus Polizeikreisen verlautete, in dem Brief habe er den Ministerpräsidenten aufgefordert, die Aussenpolitik und das Thema des umstrittenen Kriegsschreins Yasukuni streng anzugehen. In einem weiteren Brief verlangte er von den Medien, für Besuche in dem Kriegsschrein zu werben. Anders als seine Vorgänger lehnt Fukuda Besuche in dem umstrittenen Schrein ab, in dem Japan seiner Weltkriegstoten - einschliesslich berüchtigter Kriegsverbrecher - gedenkt. (dapd)

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