Sunniten rufen zur Freilassung von US-Journalistin auf
Aktualisiert

Sunniten rufen zur Freilassung von US-Journalistin auf

Die wichtigste sunnitische Partei, die Islamische Irakische Partei, verurteile «die Entführung von Unschuldigen», die im Allgemeinen am Schicksal der Iraker Anteil nähmen.

Sie verlange «so bald wie möglich» Carrolls Freilassung, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Partei. Die Mitarbeiterin der US-Zeitschrift «Christian Science Monitor» war am 7. Januar im Westen Bagdads entführt worden; ihr Übersetzer wurde erschossen.

Irakerinnen in US-Gewahrsam

Laut einem Bericht des Fernsehsenders El Dschasira vom Dienstagabend forderten die Entführer von den USA, binnen 72 Stunden alle weiblichen Häftlinge im Irak freizulassen. Andernfalls werde die Geisel umgebracht.

Nach Angaben des irakischen Justizministeriums will das US- Militär sechs Irakerinnen aus dem Gefängnis entlassen. Das Justizministerium betonte am Donnerstag in einer Mitteilung, dass die Entlassung nicht in Zusammenhang mit der Entführung Carrolls stünde.

Das US-Militär bestätigte die Angaben über die bevorstehenden Freilassungen nicht. Über einzelne Fälle, die derzeit noch geprüft würden, könne er nicht sprechen, sagte ein Sprecher des Militärs. Am Mittwoch hatten die USA erklärt, zurzeit befänden sich insgesamt acht Irakerinnen in Gewahrsam.

El Dschasira hatte am Dienstag ein Video ausgestrahlt, auf dem die 28-jährige Carroll zu sehen war. Es war das erste Lebenszeichen von der Frau seit ihrer Entführung.

(sda)

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