Aktualisiert 06.02.2019 06:23

Fusion

Sunrise bestätigt Gespräche zu UPC-Deal

Kommt es zu einer Fusion von Sunrise und UPC? Jetzt äussert sich das Telekomunternehmen.

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Will sich der Sunrise-CEO Olaf Swantee UPC unter den Nagel reissen? Laut Medienberichten sind die Verhandlungen bereits fortgeschritten.

Will sich der Sunrise-CEO Olaf Swantee UPC unter den Nagel reissen? Laut Medienberichten sind die Verhandlungen bereits fortgeschritten.

Keystone/Christian Beutler
Laut dem Telecom-Experten Jean-Claude Frick vom Vergleichsdienst Comparis.ch würden sich bei einer Fusion die Preise verbessern. Seit Anfang Jahr nutzt UPC das Netz der Swisscom – bei einer Fusion würde UPC wohl zu Sunrise wechseln. «Wenn UPC beim Konkurrenten kaufen muss, hat die Firma niemals so gute Preise, wie wenn sie das Netz des Eigentümers nutzen kann», so Frick.

Laut dem Telecom-Experten Jean-Claude Frick vom Vergleichsdienst Comparis.ch würden sich bei einer Fusion die Preise verbessern. Seit Anfang Jahr nutzt UPC das Netz der Swisscom – bei einer Fusion würde UPC wohl zu Sunrise wechseln. «Wenn UPC beim Konkurrenten kaufen muss, hat die Firma niemals so gute Preise, wie wenn sie das Netz des Eigentümers nutzen kann», so Frick.

Keystone/Hauke-christian Dittrich
Da UPC vor allem im Bereich Sport-TV stark ist, könnte Sunrise mit dem Kauf der Firma künftig mehr Inhalte anbieten – zum Beispiel Liveübertragungen von Eishockeyspielen.

Da UPC vor allem im Bereich Sport-TV stark ist, könnte Sunrise mit dem Kauf der Firma künftig mehr Inhalte anbieten – zum Beispiel Liveübertragungen von Eishockeyspielen.

Keystone/Christian Merz

Das Telekomunternehmen Sunrise hat auf Spekulationen reagiert und eine mögliche Übernahme von UPC Schweiz bestätigt. Das Unternehmen bestätige Gespräche mit der Muttergesellschaft Liberty Global über eine mögliche Akquisition, teilte Sunrise am Dienstagabend mit.

Am Wochenende hatte die «Financial Times» unter Berufung auf Kreise berichtet, Sunrise sei in fortgeschrittenen Gesprächen, um UPC in der Schweiz zu kaufen. In einer Stellungnahme von Sunrise gegenüber der Nachrichtenagentur AWP hiess es am vergangenen Sonntag dazu noch, man nehme die Medienberichte der vergangenen Tage zur Kenntnis, kommentiere jedoch keine Spekulationen.

Es werde lediglich zu einer Transkation kommen, wenn diese strategisch überzeuge und nachweislich Wert für die Aktionäre schaffe, schreibt Sunrise am Dienstag nun. Sollte es zu einem Deal kommen, sei das Schweizer Unternehmen einer umsichtigen Kapitalstruktur verpflichtet und werde die bestehende progressive Ausschüttungspolitik beibehalten. Es gebe zudem keine Gewissheit, dass es zu einer Einigung kommt. Wenn es angebracht ist, werde eine weitere Ankündigung erfolgen.

Im Zuge der Spekulationen hatte am Montag eine Sprecherin des Sunrise-Grossaktionärs Freenet der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Freenet halte eine Konsolidierung des Sektors für richtig, würde einen möglichen Deal prüfen und eine Zustimmung sei nicht ausgeschlossen. Freenet kontrolliert knapp ein Viertel der Sunrise-Aktien. (sda)

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