Aktualisiert 03.11.2009 10:08

KartenstatistikSuper-League-Rüpel spielen bei GC

Der Ausraster von Basels Abraham gegen GC's Zarate ist momentan das Thema am Fussball-Stammtisch. Doch die FCB-Spieler sind gar nicht so aggressiv, wenn man die roten Karten in der Axpo Super League zusammenzählt. Die Grasshoppers haben da schon mehr auf dem Kerbholz.

von
Herbie Egli

Der Fussball lebt von Emotionen. So lange dies im gesunden Rahmen geschieht, ist das in Ordnung. Überborden Fans oder Spieler aber, muss dem ein Riegel geschoben werden. Im Fall der Spieler mit Verwarnungen. Bei einem einfacheren Vergehen reicht eine gelbe Karte, bei gröberen Tätlichkeiten braucht es eine rote. Dass es am Sonntag im Spiel Basel gegen GC gleich drei Platzverweise gegeben hat, ist allerdings eher aussergewöhnlich. Berechtigt waren aber alle. Vor allem jene rote Karte für Basels Abraham, der den GC-Zarate zu Boden «schubste».

Da hilft auch keine Entschuldigung, dass Abraham zuvor von Zarate am verletzten Knöchel getroffen wurde. «Es wird sicher eine interne Strafe geben, diese ist aber noch nicht ausgesprochen», sagt FCB-Medienchef Josef Zindel zu 20 Minuten Online. «Das Team hat zwei Tage frei.»

Basel-Ausraster häufen sich

Ausraster von Basler Spielern scheinen in dieser Saison zuzunehmen. Allein im Klassiker FCB – FCZ drehten gleich Alex Frei und Franco Costanzo durch. Stürmer und Nati-Rekordtorschütze Frei warf in der Nachspielzeit Johan Vonlanthen den Ball nach und sah Gelb-Rot. Nach dem Schlusspfiff ging Goalie Costanzo sogar auf seinen eigenen Mitspieler Beg Ferati los und riss diesen an den Haaren. Der Übeltäter wurde darauf von der Swiss Football League für zwei Spiele gesperrt und musste eine saftige interne Busse bezahlen.

GC übertrifft Basel

Abrahams Ampelkarte war in dieser Saison die dritte für den FC Basel. Vor ihm wurden bereits Benjamin Huggel mit einer direkten Roten und Alex Frei mit der oben erwähnten gelb-roten Karte des Feldes verwiesen. Damit ist der FCB aber keineswegs Leader in der «Rüpel-Rangliste». Denn: Die Grasshoppers haben seit Sonntag sogar schon vier Platzverweise auf dem Konto. Jeff Strasser, Guillermo Vallori, Senad Lulic und Kay Voser waren die Sünder. Damit hat GC von allen zwölf Super-League-Teams in den ersten 15 Runden am meisten direkte rote Karten gesammelt. Alle 3,75 Spiele eine.

Machen die Zürcher Grasshoppers mit diesem Schnitt weiter, kassieren sie bis Ende Saison insgesamt neun rote Karten. Das wären dann mehr als doppelt so viele wie vor drei Jahren, als GC in 36 Spielen gerade einmal vier Ampelkarten gesammelt hatte. Nun sind es bereits gleich viel und für die Grasshoppers wird es schwierig, in den restlichen 21 Runden dieser Saison keine rote Karte mehr einheimsen.

Axpo Super League

Rote Karten nach 15 Runden:

GC: 4

Basel: 2

Bellinzona: 2

St. Gallen: 2

Luzern: 1

Xamax: 1

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