Anpassungen beim VAR - So soll der Videobeweis in der neuen Super-League-Saison eingesetzt werden
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Anpassungen beim VARSo soll der Videobeweis in der neuen Super-League-Saison eingesetzt werden

Die Super League startet am Samstag in die neue Saison. Auch der VAR wird ein weiteres Jahr im Einsatz stehen. Bei der Handhabung will man sich an der EM anpassen.

von
Sven Forster

Auch in der Super League hätte der VAR bei einer Szene wie der Roten Karte von Remo Freuler an der EM nicht eingegriffen.

SRF 

Darum gehts

  • Der Schweizer Fussballverband orientiert sich an den Schiri-Leistungen der EM.

  • Besonders liegt der Fokus auf dem Einsatz des VAR.

  • Dieser soll nur noch bei klaren Fehlern intervenieren.

Der Ball rollt wieder in der Super League. Auch die Schweizer Schiedsrichter stehen wieder im Fokus der Fans. Im dritten Jahr in Folge werden die Unparteiischen auf die Hilfe des Videoschiedsrichters zählen dürfen.

Schiedsrichter-Chef Daniel Wermelinger kündigte an, dass man sich in dieser Saison an den VAR-Leistungen der EM orientieren möchte. Es soll weniger Interventionen geben. Ein strenger Entscheid auf dem Platz wird nicht gekehrt. Cyrill Zimmermann, Elite Referee Manager der Schweizer Spitzenschiedsrichter erklärte dies an zwei Szenen der EM: die Rote Karte gegen Remo Freuler und den Penalty nach dem Foulspiel an Raheem Sterling im EM-Halbfinal. «Technisch gesehen waren es keine klaren Fehlentscheidungen und der VAR wird auch in Zukunft nicht eingreifen.» Kurz gesagt: Anpassungen von oben nach unten sind eigentlich nicht möglich, wie zum Beispiel die Rücknahme einer Roten Karte.

Bei Abseits gilt – im Zweifel für den Angeklagten

Bei Abseitsentscheidungen werde man auch in Zukunft keine kalibrierte Linie in der Schweiz haben. Dort werde man weiterhin nur bei klaren Fällen eingreifen. Millimeterentscheidungen werden also weiterhin im Zweifel für den Angeklagten entschieden.

Die Schiedsrichter um Fifa-Referee Sandro Schärer haben auch in dieser Saison die Hilfe vom Videoschiedsrichter. 

Die Schiedsrichter um Fifa-Referee Sandro Schärer haben auch in dieser Saison die Hilfe vom Videoschiedsrichter.

freshfocus

An was müssen sich die Fans in dieser Saison noch gewöhnen? Klar: Die Anpassung der Handsregel. Die Regelhüter des Fussballs machen einen Entscheid im Jahr 2019 wieder rückgängig und setzen wieder auf ein wesentliches Kriterium: die Absicht. Die einzige Ausnahme ist im Vorfeld eines Tores. Sollte der spätere Torschütze zuvor den Ball an die Hand kriegen, zählt das Tor nicht. Die Super- und Challenge-League Clubs wurden über die Neuerungen bereits informiert.

Wann liegt ein Handspiel vor?

Diese drei Regeln sind nun aktiv:

  • Wenn der Ball bewusst und somit absichtlich mit der Hand oder dem Arm berührt wird.

  • Wenn der Ball an den Arm kommt und der Spieler seine Körperfläche dabei auf unnatürliche Weise vergrössert.

  • Wenn im Vorfeld eines Tores, ein Spieler per Arm den Ball berührt – egal, ob absichtlich oder unabsichtlich.

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