Mario Gomez: Super-Mario kämpft gegen seine Torimpotenz

Aktualisiert

Mario GomezSuper-Mario kämpft gegen seine Torimpotenz

Deutschlands Stürmer Mario Gomez (23) hat seit 13 Spielen nicht mehr getroffen – morgen gegen Wales soll sich das ändern.

von
Andy Huber

Vor dem WM-Quali-Spiel gegen die Deutschen hatte Liechtenstein-Goalie Peter Jehle gewitzelt, er müsse wohl den Mannschaftscar im Tor aufstellen, um ein Schützenfest zu verhindern. So schlimm kam es nicht. Das Team von Trainer Bidu Zaugg zog sich mit der 0:4-Niederlage achtbar aus der Affäre.

Kritik und Häme richteten sich an die Adresse von «Chancentod» Gomez, der gegen das Ländle leer ausging und seit 643 Minuten kein Tor mehr für sein Land erzielt hat. «Unerklärlich. Ich mache nichts anderes als im Verein. Ich schiesse im Training viele Tore, aber sobald ich auf den Platz gehe, ist es wie verhext», hadert der 14fache Bundes­liga-Torschütze des VfB.

Vorwerfen kann sich Super-Mario nicht viel. Gomez ackerte, kämpfte, setzte sich wie einst Don Quijote gegen die «Mächte des Bösen» zur Wehr und verlor seinen persönlichen Kampf gegen die Windmühlen (O-Ton Eurosport.de). Das gab Pfiffe von den Fans in Leipzig. «Das tat weh», so Gomez.

Dass Liechtenstein kein idealer Aufbaugegner für lädierte Stürmerseelen ist, weiss auch Marco Streller. Ende Mai 2008 wurde der Basler beim Test gegen das Fürstentum (3:0) ebenfalls ausgepfiffen und verkündete danach seinen Rücktritt – um diesen später zu revidieren.

So weit ist Gomez (noch) nicht: «Ich ändere in Wales nichts. Ich weiss, dass ich es kann.» Beendet er morgen seine Torimpotenz, wird auch das Lustgefühl bei den Fans wieder gross sein.

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