Bald 35 Siege am Stück?: Super-Swiatek auf Rekordjagd – Polin (21) jagt Williams-Bestmarke in Paris
Publiziert

Bald 35 Siege am Stück?Super-Swiatek auf Rekordjagd – Polin (21) jagt Williams-Bestmarke in Paris

Iga Swiatek rast im Eilzugtempo in Richtung French-Open-Titel. Die polnische Weltnummer 1 könnte mit einem Sieg im Final von Roland Garros einen fast 20 Jahre alten Rekord von Venus Williams egalisieren.

von
Florian Gnägi
1 / 5
Iga Swiatek in Jubelpose: Die Polin ist zurzeit kaum zu bremsen.

Iga Swiatek in Jubelpose: Die Polin ist zurzeit kaum zu bremsen.

AFP
Aktuell ist sie seit 34 Spielen ungeschlagen.

Aktuell ist sie seit 34 Spielen ungeschlagen.

Getty Images
Damit fehlt ihr noch ein Sieg zur Egalisation eines Uraltrekords von Venus Williams.

Damit fehlt ihr noch ein Sieg zur Egalisation eines Uraltrekords von Venus Williams.

Getty Images

Darum gehts

«Ich habe in dem Moment ganz vergessen, wie alt ich bin», schmunzelt Iga Swiatek nach dem Viertelfinal-Sieg am French Open gegen die Amerikanerin Jessica Pegula (WTA 11). Bloss einen Tag nach ihrem 21. Geburtstag schrieb die polnische Weltnummer 1 in ihrer obligaten Siegesbotschaft fälschlicherweise die Nummer 22 auf die Kameralinse.

Solche Fauxpas wie derjenige mit ihrem Geburtstag unterlaufen Swiatek auf dem Tennis-Court äusserst selten. Die Polin dominiert das Frauen-Tennis aktuell wie schon lange keine Spielerin mehr und rast mit grossen Schritten in Richtung Titelgewinn bei Roland Garros. 

Williams-Rekord in Reichweite

Im Anschluss an den Viertelfinal-Sieg gegen Pegula fegte die Polin auch die Russin Daria Kasatkina (WTA 20) im Halbfinal mit 6:2 und 6:1 vom Feld und gewann damit zum 34. Mal in Folge einen Match auf der Tour. Eine Wahnsinns-Serie, die sonst nur die beiden Williams-Schwestern vorweisen können. Serena Williams reihte 2013 ebenfalls 34 Siege aneinander, Venus als damals erst 20-Jährige im Jahr 2000 sogar 35 Siege.

Triumphiert Swiatek auch am Sonntag im Final von Paris, würde sie damit nicht nur die historische Bestmarke von Venus Williams egalisieren, sondern auch ihren zweiten Grand-Slam-Titel überhaupt holen. 2020 siegte sie als 19-Jährige ebenfalls am French Open und machte sich damit zum ersten polnischen Major-Champion überhaupt.

Profiteurin von Barty-Rücktritt

Im Endspiel auf dem Court Phillipe Chatrier wartet mit US-Supertalent Coco Gauff (WTA 23) ebenfalls eine Teenagerin auf die Polin, die auch vom überraschenden Rücktritt von Ashleigh Barty profitiert. Die Australierin beendete nach dem Grand-Slam-Sieg bei ihrem Heimturnier in Melbourne im Januar ihre Karriere, wodurch die Nummer 1 frei wurde und Swiatek nachrückte.

Seither entschied der Warschauer Tennis-Shootingstar mit Doha, Indian Wells, Miami, Stuttgart und Rom gleich fünf Turniere en suite für sich. «Ich werde jetzt wirklich nicht verrückt sein und sagen, dass ich mich nur freuen werde, wenn ich gewinne. Denn das stimmt nicht», sagt sie vor dem French Open gegenüber «WTA Insider» ganz bescheiden.

Nun trennt Swiatek allerdings nur noch ein Matchgewinn von der vorläufigen Krönung ihrer noch jungen Karriere. Dann würde die Nummer 22 auf der Kameralinse zumindest bezogen auf das Jahr ihres zweiten Major-Triumphes auch zahlenmässig passen. 

My 20 Minuten

Deine Meinung

1 Kommentar