10.07.2015 17:16

Nachtrag

«Superclásico feminino» und andere Tretereien

Fairness, Sportgeist, Respekt – die WM im Frauen-Fussball war beste Werbung für den Sport. Dass die Frauen auch anders können, zeigen wir Ihnen hier.

von
sco
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Sonntag, 5. Juli, FinalDie US-Girls sichern sich in Kanada den WM-Titel mit einem 5:2-Sieg im Endspiel gegen Japan.

Sonntag, 5. Juli, FinalDie US-Girls sichern sich in Kanada den WM-Titel mit einem 5:2-Sieg im Endspiel gegen Japan.

AFP/Ronald Martinez
Die Amerikanerin Carli Lloyd schiesst drei Tore und wird als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

Die Amerikanerin Carli Lloyd schiesst drei Tore und wird als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

AP/Darryl Dyck
Den Titelverteidigerinnen aus Japan bleibt nach der klaren Finalniederlage nur der Frust.

Den Titelverteidigerinnen aus Japan bleibt nach der klaren Finalniederlage nur der Frust.

AP/Darryl Dyck

Versprochen, das ist die letzte Story im Zusammenhang mit der Frauen-WM in Kanada, die am Sonntag zu Ende gegangen ist. Vier Wochen lang sahen wir mehr oder weniger guten Fussball, oft schöne Tore, ab und zu etwas ungeschickte Verteidigungsarbeit und zu guter Letzt den verdienten Triumph der Amerikanerinnen. Und wir sahen fairen Fussball: nur zwei Rote Karten und eine Gelb-Rote in 52 Spielen. Zum Vergleich: An der WM der Männer 2014 in Brasilien hatten die Unparteiischen in 64 Begegnungen sieben Mal direkt Rot, dazu dreimal Gelb-Rot gezückt.

So viel zur Statistik der Fifa. Da wir ein klein wenig bösartig sind und nur Statistiken trauen, die wir selbst gefälscht haben, machten wir uns in den Weiten des Internets auf die Suche nach Indizien, die gegen die grundsätzliche, absolute und immerwährende Fairness der kickenden Frauen sprechen. Wir wurden fündig.

1. Superclásico feminino

(Quelle: YouTube/ Boca Juniors +HD )

Das Derby der Frauen-Teams von River Plate und Boca Juniors vom letzten Mai erinnerte phasenweise an Mixed Martial Arts und hätte definitiv mehr Zuschauer verdient. (Video: Youtube/Boca Juniors + HD)

2. Elizabeth Rambo

(Quelle: YouTube/ Amandip Gill )

Zugegeben, nicht mehr ganz taufrisch, aber die Spielerin des Universitätsteams von New Mexiko spielte sich 2009 mit ihrem generösen Einsatz in unsere Herzen (und die Geschichtsbücher im Frauen-Fussball). Übrigens heisst sie nicht Rambo, sondern Lambert. (Video: Youtube/Amandip Gill)

3. Warum nicht einmal mit dem Knie?

(Quelle: YouTube/ CoagulosCoagulantes2)

Offen gestanden, haben wir keine Ahnung, welches Jahr, welche Liga, welche Teams. Was wir aber mit Bestimmtheit sagen können: AUA! (Video: Youtube/CoagulosCoagulantes2)

4. Rot nach 90 Sekunden

(Quelle: YouTube/ George Dugdale)

Ein Beitrag der Frauen-WM 1999. Nach gut 90 Sekunden im Spiel Australien gegen China sieht die australische Stürmerin Alicia Ferguson für ein reichlich spätes Tackling direkt Rot. Vertretbar. (Video: Youtube/George Dugdale)

5. Nigerianische Härte

(Quelle: YouTube/ Olusegun Iselaiye)

Schliesslich doch noch ein Beispiel der eben zu Ende gegangenen WM 2015. Die Nigerianerin Ugo Njoku lässt sich gegen die Australierin Sam Kerr zu einem Ellbogenschlag hinreissen. Da die Schiedsrichterin die Tätlichkeit übersieht, wird Njoku nachträglich für drei Spiele gesperrt. (Video: Youtube/Olusegun Iselaiye)

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