Aktualisiert 08.12.2008 22:45

Formel 1Superhirn sucht Lösung für Honda

Gibt es doch noch Hoffnung für das Formel-1-Team von Honda? Drei potentielle Geldgeber wollen den Rennstall kaufen.

Für den symbolischen Preis von einem Pfund will Honda-Chef Takeo Fukui sein Formel-1-Team verkaufen. Ein Schnäppchen also? Nein, meint Teamchef Ross Brawn: «Der grösste Kostenfaktor

ist der Unterhalt.» Rund 400 Millionen Franken pro Jahr verpulverte Honda zuletzt im Kreisverkehr der Formel 1.

Dennoch gibt es offenbar drei potentielle Käufer. Zwei der Interessenten sind jetzt bekannt: Es soll sich um den britischen Privatmann David Richards handeln und um die Investorengruppe Dubai International Capital (DIC).

Brawn, der einst Michael Schumacher zu sieben WM-Titeln geführt hat und seither als Superhirn gilt, ist skeptisch: «In so einem Fall melden sich immer viele Leute. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die wenigsten Angebote seriös sind.» Ein Einstieg von Richards scheint dennoch nicht ganz unrealistisch – der Unternehmer hatte den Rennstall schon von 2001 bis 2004 geführt. Damals hiess er noch BAR.

Die Seriosität des Angebots aus Dubai hingegen darf angezweifelt werden. Die Scheichs der DIC spielten sich in den letzten Jahren immer wieder als potentielle Geldgeber auf: Sie scheiterten beim FC Liverpool und zogen sich unmittelbar vor einer Einigung mit dem Formel-1-Team Super Aguri zurück. Das Team ging danach in Konkurs. Ross Brawn geht angeln, wenn niemand den Rennstall rettet: «Das ist meine Lieblingsbeschäftigung.»

sco

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