Aktualisiert 01.04.2020 13:47

Für mehr Abstand

Supermärkte sollen auch am Sonntag öffnen

Damit die Wirtschaft weiter funktioniert und die Abstandsregeln eingehalten werden können, soll das Arbeitsgesetz gelockert werden. Das schlägt Avenir Suisse vor.

von
bsc
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Das Arbeitsgesetz soll gelockter werden, damit sieben Tage die Woche und das Tag und Nacht gearbeitet werden kann. (Symbolbild)

Das Arbeitsgesetz soll gelockter werden, damit sieben Tage die Woche und das Tag und Nacht gearbeitet werden kann. (Symbolbild)

Keystone/Ennio Leanza
Diese Massnahmen fordert die Denkfabrik Avenir Suisse.

Diese Massnahmen fordert die Denkfabrik Avenir Suisse.

Keystone/Walter Bieri
Mit einer Lockerung des Arbeitsgesetzes könne die Einhaltung der Anstandsregeln während der Arbeits- und Produktionszeiten besser eingehalten werden.

Mit einer Lockerung des Arbeitsgesetzes könne die Einhaltung der Anstandsregeln während der Arbeits- und Produktionszeiten besser eingehalten werden.

Keystone/Laurent Gillieron

An sieben Tagen arbeiten und konsumieren können – und das zu keiner fixen Tages- oder Nachtzeit: Diese Massnahme schlägt die Denkfabrik Avenir Suisse vor. Mit einer Lockerung des Arbeitsgesetzes könne die Einhaltung der Abstandsregeln während der Arbeits- und Produktionszeiten besser eingehalten werden. Und damit das Coronavirus besser eingedämmt werden, ohne die Wirtschaft lahmzulegen.

Eine «regulative Entschlackungen im Arbeitsgesetz» sei bei den Ladenöffnungszeiten, in der Logistik und im Warenverkehr, für die Grenzgänger sowie in der Administration im Spitalwesen notwendig.

Keine beschränkten Ladenöffnungszeiten

Während der Corona-Krise soll es laut der Denkfabrik keine Einschränkungen der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag zwischen 6 und 23 Uhr geben. Zudem müsse Nachtarbeit einfacher bewilligt werden. Weiter müsse es eine temporäre Aufhebung des Verbots geben, laut dem Läden heute an Sonntagen, öffentlichen Ruhetagen sowie offiziellen Feiertagen nicht öffnen dürfen.

Diese Massnahme müsse für Lebensmittelläden sowie Kioske und Tankstellen gelten. «Damit könnten Stosszeiten vermieden und die Ladenbesuche besser über den Tag und die Woche verteilt werden», schreibt Avenir Suisse. Angestellte müssten für Sondereinsätze natürlich entschädigt werden.

Lastwagen sollen in der Nacht fahren

Damit nicht genug: «Wenn Arbeitsabläufe und Kundenströme stärker auf alle 24 Stunden des Tages und sieben Tage der Woche verteilt werden, sollte auch die Logistik die gleichen Möglichkeiten haben», heisst es weiter.

Eine wichtige Massnahme wäre laut Avenir Suisse deshalb die Aufhebung des Sonntags- und Nachtfahrverbots für Lastwagen ab 3,5 Tonnen. Zudem müssten die Zölle für internationalen Warenverkehr abgeschafft werden. So könnten Importe erleichtert und der Warenfluss gesichert werden.

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