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44 Personen infiziert, eine gestorben «Superspreading» in Spital wegen aufblasbarem Weihnachtskostüm

Corona-Ausbruch in einem Spital in Kalifornien: 44 Personen wurden mit Covid-19 infiziert, eine davon ist gestorben. Hinter dem «Superspreading» soll laut Spital-Angestellten ein aufblasbares Weihnachtskostüm stecken.

von
Bianca Lüthy
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43 Personen sind krank, eine Person ist gestorben: Im «Kaiser Permanente»-Spital in San José, Kalifornien, hat es einen Coronavirus-Ausbruch gegeben. 

43 Personen sind krank, eine Person ist gestorben: Im «Kaiser Permanente»-Spital in San José, Kalifornien, hat es einen Coronavirus-Ausbruch gegeben.

Hans Gutknecht/Orange County Register via ZUMA/dpa
Das Spital befindet sich 90 Kilometer südöstlich von San Francisco. 

Das Spital befindet sich 90 Kilometer südöstlich von San Francisco.

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Laut Sprechern des Spitals wurde eine Untersuchung eingeleitet. (Symbolbild)

Laut Sprechern des Spitals wurde eine Untersuchung eingeleitet. (Symbolbild)

Valeriano Di Domenico/dpa

Darum gehts

  • In einem Spital in Kalifornien haben sich 44 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

  • Eine der erkrankten Personen ist am Virus gestorben.

  • Hinter dem Ausbruch soll ein mit Luft aufgeblasenes Weihnachtskostüm stecken.

Es sollte den Patienten Freude bereiten und sie von ihren Krankheitsleiden ablenken: Ein aufblasbares Weihnachtskostüm im Kalifornier Spital Kaiser Permanente in San José. Doch es hatte fatale Folgen, wie Angestellte des Spitals am Montag kommunizierten.

Demnach wurden seit dem 27. Dezember 44 Personen mit dem Coronavirus infiziert, eine Person ist gestorben. Konkret bestätigen, was den Ausbruch verursacht hat, konnten sie zwar noch nicht, doch vermuten sie, dass das aufblasbare Kostüm dafür verantwortlich sein könnte. Ein Spital-Mitarbeiter soll am Weihnachtstag das Kostüm getragen haben und damit die Notfallstation besucht haben, wie die «Washington Post» schreibt.

Es sei durchaus möglich, dass es aufgrund des durch Luft aufgeblasenen Kostüms zu einer schnellen Ausbreitung des Virus gekommen ist, so Dr. Peter Chin-Hong von der University of California.

Aufblasbare Kostüme im Spital verboten

Wenn das Kostüm nicht zu 100 Prozent luftdicht war, könnte es die Aerosole in alle möglichen Richtungen transportiert haben und so einen «Superspreading»-Event ausgelöst haben. So eine Übertragung gehe schneller, als man meinen würde: «Wir haben so lange keinen Spass mehr gehabt. Wenn man dann etwas sieht, das einem gefällt, kann man kurzzeitig vergessen, sich an die Hygiene-Massnahmen zu halten.», so Chin-Hong.

Zur verstorbenen Person hat das Spital keine weiteren Angaben gemacht, lediglich dass es sich um einen Angestellten und nicht einen Patienten handelte. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und sämtliche Personen, die in der Nähe des Kostüm-tragenden Angestellten waren, isoliert. Es wurde auch ein Verbot erlassen, aufblasbare Kostüme im Spital zu tragen.

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BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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23 Kommentare
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Mike ZH

05.01.2021, 11:49

Das Einbringen eines aufblasbaren Gewandes ist ungefähr gleich intelligent wie unsere CH Massnahmen welche nur verkürzen oder gar verdichten.

Anna Domina

05.01.2021, 07:11

Am besten gleich in Vollgummi antraben da !

Steuerzahler

04.01.2021, 20:43

Nur weiter so. Wer nimmt diese Meldungen noch ernst? Dass der Bundesrat die Restaurants bis Ende Februar schliessen will, sich jedoch weiter im Restaurant (keine Kantine) bedienen lässt, ist sehr überzeugend. Massnahmen fordern und sich selbst nicht daran halten und dabei noch soviel Steuergelder "Lohn" beziehen, eine Frechheit der meisten Politiker. Ich fühle mich total vera......