Superstar-Juror geschasst: «Der Sender liess sich erpressen»
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Superstar-Juror geschasst: «Der Sender liess sich erpressen»

3Plus feuerte Weltwoche-Journalist Mark van Huisseling als Jurymitglied der Sendung Superstar. Der Aufstand der Kandidaten und die Ungunst des Publikums brachten ihn zu Fall.

Eine Publikumsbefragung nach dem Kandidatenaufstand bedeutete das schnelle Ende der Jurorenlaufbahn von Mark van Huisseling. Der Weltwoche-Journalist muss seinen Stuhl im Entscheidergremium definitiv räumen. Die geschah keineswegs freiwillig.

In einem Interview mit dem Medienportal Persoenlich.com erklärt der gescheiterte Superstar-Macher: «Die Auswertung ergab offenbar, dass mich auch die Zuschauer nicht mehr in der Jury haben wollen.» Nach dem Aufstand der Kandidaten, die sich weigerten der Jury vorzusingen, solange Van Huisseling darin sitzt, gab das wohl den Ausschlag. Der Sender begründete laut Van Huisseling, dass man sich «nicht dem Ultimatum der Kandidaten gebeugt, sondern dem Wunsch des Publikums entsprochen habe.»

Die Gründe kann van Huisseling nicht nachvollziehen: «Dem Druck des Publikums sollte man von mir aus gesehen nicht einfach so nachgeben. Das Publikum weiss nämlich oft nicht, was es ändern will.»

Noch bis gestern liess van Huisseling verlauten: «Ich verlasse die Jury nicht von mir aus». Noch gestern hat der Sender gegenüber 20minuten.ch behauptet, Van Huisselings Ausscheiden sei nur vorübergehend.

Von den Machern bei 3+ ist er enttäuscht. Van Huisseling hat mehr Rückendeckung erwartet: «Der Sender sollte hinter seinen ausgewählten Juroren stehen. Ich wurde ja nicht als unbeschriebenes Blatt in die Jury geholt, sondern weil ich einen Stil habe und dazu gehört, dass ich manchmal unangenehme, ja harte Dinge sage und wenig Kuschelfaktor aufweise.»

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