Ex-Kollegen erpresst – «Sind geschockt» – Superstar Karim Benzema in Sextape-Affäre verurteilt
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Ex-Kollegen erpresst«Sind geschockt» – Superstar Karim Benzema in Sextape-Affäre verurteilt

In der Sextape-Affäre um die französischen Nationalspieler Mathieu Valbuena und Karim Benzema wurde am Mittwoch ein Urteil gesprochen. Benzemas Anwalt ist geschockt.

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Sportlich läuft es für den 33-jährigen Karim Benzema momentan hervorragend: Der Real-Stürmer ist aktuell als Weltfussballer nominiert und hat in 16 Pflichtspielen für Real bisher 14 Tore sowie acht Assists verbucht.

Sportlich läuft es für den 33-jährigen Karim Benzema momentan hervorragend: Der Real-Stürmer ist aktuell als Weltfussballer nominiert und hat in 16 Pflichtspielen für Real bisher 14 Tore sowie acht Assists verbucht.

AFP
Nach mehrjähriger Abwesenheit in der Nationalmannschaft ist Benzema auch zurück in Frankreichs Startelf seit der EM – und überzeugt auch dort. 

Nach mehrjähriger Abwesenheit in der Nationalmannschaft ist Benzema auch zurück in Frankreichs Startelf seit der EM – und überzeugt auch dort.

AFP
Am Mittwoch gab es aber schlechte Neuigkeiten für den Stürmer-Superstar: Er wurde in Versailles zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt im Rahmen der Sextape-Affäre. 

Am Mittwoch gab es aber schlechte Neuigkeiten für den Stürmer-Superstar: Er wurde in Versailles zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt im Rahmen der Sextape-Affäre.

REUTERS

Darum gehts

  • Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema stand vor Gericht, weil er in einen Erpressungsversuch involviert gewesen sein soll.

  • Das Erpressungsopfer war der ehemalige Nationalmannschaftskollege Mathieu Valbuena.

  • Am Mittwoch wurde nun das Urteil verkündet.

Der französische Fussballstar und Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema ist wegen Beteiligung an einem Erpressungsversuch zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ausserdem muss der Stürmer von Real Madrid eine Geldbusse von 75’000 Euro zahlen. «Benzema war persönlich daran beteiligt, mit List und Lügen seinen Mannschaftskollegen (Mathieu Valbuena) dazu zu bewegen, auf die Erpresser einzugehen», erklärte das Gericht in Versailles am Dienstag in seiner Urteilsbegründung. «Wir sind geschockt von dem Urteil. Es ist sehr streng und ungerecht», sagte sein Anwalt Paul-Albert Iweins nach der Urteilsverkündigung. Er kündigte an, in Berufung zu gehen.

Der 33-jährige Benzema war nicht zur Urteilsverkündung gekommen und hatte zuvor auch nicht an der Gerichtsverhandlung teilgenommen. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass Benzema 2015 in die versuchte Erpressung seines damaligen Kollegen in der Nationalmannschaft, Valbuena, verwickelt gewesen war. Neben Benzema waren noch vier weitere Männer angeklagt. Sie sollen damit gedroht haben, das Sex-Video zu veröffentlichen, um von Valbuena Geld zu erpressen. Die Mitangeklagten wurden zu Strafen zwischen 18 Monaten auf Bewährung und zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die Vorwürfe gehen auf den Juni 2015 zurück. Damals wurde Valbuena bei einem Anruf mit der Veröffentlichung eines intimen Videos gedroht, auf dem dieser zu sehen sein sollte. Im Fokus der Vorwürfe gegen Benzema war ein privates Gespräch zwischen ihm und Valbuena über das Sexvideo einige Tage nach dem Anruf. Benzema soll dabei versucht haben, seinen Kollegen zu einem Gespräch mit einem Mittelsmann zu überreden. Über Geld sei zwar nicht gesprochen worden, doch dies sei klar gewesen, sagte Valbuena.

Keine Sorge um die Karriere

«Ich hatte Angst um meine Sportlerkarriere in der Nationalmannschaft. Ich wusste, wenn das Video herauskommt, würde es für mich schwierig, in der Nationalmannschaft zu bleiben», hatte Valbuena vor Gericht ausgesagt. «Ich habe mich bedroht gefühlt», erklärte er. Er habe niemals zahlen wollen.

Um seine sportliche Karriere braucht Benzema sich nach dem Urteil keine grossen Sorgen zu machen. «Benzema wird im Fall einer Strafe nicht ausgeschlossen werden», betonte kürzlich der Präsident des französischen Fussballverbands, Noël Le Graët.

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(dpa/wed)

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