Mass aller Dinge: Superstar Torres will einfach nur Spass haben
Aktualisiert

Mass aller DingeSuperstar Torres will einfach nur Spass haben

Das spanische Nationalteam hat am Confederations Cup einen Weltrekord geknackt. Heute Mittwoch im Halbfinal gegen die USA peilen die Überflieger bereits den nächsten an.

von
Andy Huber

Mit dem 2:0 gegen Gastgeber Südafrika am Samstag haben die Iberer ihre vergangenen 15 Spiele gewonnen und damit eine Bestmarke gesetzt. Und sollte das Team von Trainer Vicente del Bosque auch die Hürde USA nehmen, würde es mit 36 Partien ohne Niederlage nochmals eine Bestmarke knacken. Diese teilen die Spanier derzeit noch mit den Brasilianern, die von Dezember 1993 bis Januar 1996 35-mal ungeschlagen blieben. Am neuerlichen Triumph der Spanier zweifelt kaum einer – weil der Europameister ­momentan das Mass aller Dinge ist. «Sie sind die­jenigen, die man erst mal schlagen muss», sagt Naticoach Ottmar Hitzfeld.

Wo liegen die Gründe für diese Hausse? Fernando Torres schmunzelt: «Wir sind einfach eine fröhliche Truppe.» Dann wird der Liverpool-Star ernster: «Der Gewinn der EM 2008 hat eine Blockade gelöst. Ein grosser Druck ist weg.» Beim 1:0 im Final gegen Deutschland schoss Torres das Tor und beendete den Turnierfluch mit 44 Jahren ohne Titel.

Mit ein Grund für den Höhenflug dürfte auch der Fakt sein, dass Del Bosque die Arbeit seines Vorgängers Luis Aragonés fortführt und praktisch auf all jene Stars setzt, die in Wien vor einem Jahr zu Nationalhelden wurden.

Nebst ihrem offensiven Feuerwerk mit dem brillanten Kurzpassspiel und dem überragenden Regisseur Xavi verfügen die Spanier über eine äusserst solide Defensive. In 14 der vergangenen 16 Spiele kassierten die Mannen um Abwehrchef Carles Puyol kein Gegentor. Doch der Barcelona-Haudegen warnt vor zu grosser Euphorie: «Viele unserer Fans gehen schon davon aus, dass wir nächstes Jahr Weltmeister werden. Das ist gefährlich.» Vielleicht sollte er es lockerer nehmen – wie Torres, der sagt: «Lasst uns weiter Spass haben.»

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