Betriebssysteme: Support-Ende für XP – Update für Windows 8.1
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BetriebssystemeSupport-Ende für XP – Update für Windows 8.1

Die zwölfjährige Ära von Windows XP ging am 8. April offiziell zu Ende. Exakt zu diesem Datum hat Microsoft ein umfassendes Update für Windows 8.1 ausgeliefert.

von
ray

Am 8. April war der letzte Patchday für Windows XP – also der letzte Tag, an dem Updates an die Benutzer versendet und Sicherheitslücken gestopft wurden. Nun ist Schluss mit den Updates für das in die Jahre gekommene Betriebssystem. Auch Office 2003 wird ab sofort nicht mehr unterstützt. «Wenn Sie Windows XP nach Ende des Supports weiterhin verwenden, ist Ihr Computer anfälliger für Sicherheitsrisiken und Viren», schreibt Microsoft auf seiner Website.

Trotzdem arbeiten noch immer viele Privatnutzer und Unternehmen mit Windows XP. Diese müssen entweder nun auf ein anderes Betriebssystem umsteigen oder ein grösseres Sicherheitsrisiko in Kauf nehmen. Diverse Unternehmen, Banken oder die Regierungen von England oder den Niederlanden verwenden noch immer Windows XP, wie ZDNet berichtet. Diese bezahlen mehrere Millionen Euro für einen verlängerten Support. Zumindest bis Januar 2015 soll dieser Support gewährleistet bleiben. Bancomaten, die mit Windows XP betrieben werden, sollen bis 2019 mit Patches versorgt werden.

Sicherheitstipps für XP

Alle anderen Nutzer müssen sich jedoch nach einem neuen Betriebssystem umsehen – sei es auf Windows 7 oder 8 oder ein anderes Betriebssystem. Google vermeldete denn auch prompt, dass nun die Zeit gekommen sei, auf das System Google Chrome OS zu wechseln.

Wer aber dennoch auf XP schwört und nicht davon ablassen möchte, kann sein altes Betriebssystem auf eigene Faust zumindest teilweise etwas sicherer halten. Dazu gehört, das letzte Update zu installieren, eine starke Firewall zu aktivieren und den Antiviren-Schutz zu erneuern.

Zudem sollte man zu einem Browser wechseln, der aktuell gehalten werden kann. Da der Internet Explorer für XP nicht mehr aktualisiert wird, kann man auf Firefox oder einen anderen Browser wechseln. Der benutzte Browser sollte auf jeden Fall die Plug-ins auf dem neusten Stand halten oder diese bei Sicherheitslücken deaktivieren können. Die Plug-ins sind ein oft genutztes Einfallstor für Schadsoftware.

Wer auf diese Weise weiterarbeitet, setzt sich dennoch einem erhöhten Risiko aus. Denn es ist anzunehmen, dass Hacker diese Zeit nach dem Support-Ende schamlos ausnutzen werden. Doch auch wenn man den Computer nur noch offline benutzt, setzt man sich einer gewissen Gefahr aus: Viren und andere Schädlinge können auch via USB-Sticks auf den PC gelangen.

Neuerungen für Windows 8.1

Wer bereits mit Windows 8.1 arbeitet, bekommt zeitgleich zum Ende von XP ein neues Update. Dieses wird nach einer gewissen Zeit zwingend, denn um die neuen Sicherheitsupdates für Windows 8.1 zu erhalten, müssen die Benutzer das Update installieren.

In diesem Update mit dabei ist eine in der Kachelansicht nutzbare Taskleiste und eine Titelleiste für die Apps. Zudem gibt es einen Ausschaltknopf und einen Such-Button auf dem Startbildschirm.

Besonders die frustrierten Windows-Nutzer, die ihren Computer nicht am Touchscreen, sondern mit Maus und Tastatur bedienen, sollen mit dem neuen Update eine vereinfachte Bedienungsmöglichkeit erhalten. So lässt sich etwa der bisher standardmässige Startbildschirm beim Einschalten des PCs umgehen, um direkt in der Desktop-Ansicht zu beginnen – so, wie man es von den alten Windows-Versionen her kennt.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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