Mit 32 Jahren: Surf-Legende Andy Irons tot - Überdosis?
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Mit 32 JahrenSurf-Legende Andy Irons tot - Überdosis?

Der dreimalige Surf-Weltmeister Andy Irons ist leblos in einem Hotelzimmer in Dallas aufgefunden worden. Zuerst vermutete man Denguefieber als Todesursache - nun sind seltsame Medikamente aufgetaucht.

von
mon

Obwohl erst 32-jährig, war er schon so etwas wie eine lebende Legende: Andy Irons dominierte wie sein Vater Ende der 70er-Jahre den Surf-Sport, gewann in den Jahren 2002, 2003 und 2004 den Weltmeistertitel und heimste insgesamt 19 Siege auf der Elite-Tour ein. Nun ist der gebürtige Hawaiianer nicht mehr. Wie «tmz.com» berichtet, wurde Irons am Montag von einem Angestellten tot in einem Hotelzimmer in Dallas aufgefunden.

Der Amerikaner befand sich auf der Rückreise von einem Wettkampf in Puerto Rico zurück in seine Heimat. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Irons soll sich jedoch kürzlich mit dem Denguefieber infiziert haben, wie seine Familie mitteilt. Damit schienen die Gründe für das Hinscheiden des Sportlers auf dem Tisch zu liegen. Doch nur Stunden nach der Hiobsbotschaft hat der «Honolulu Star Advertiser», eine Zeitung aus Irons Heimat Hawaii, weitere Einzelheiten zum Tod des des Surfers recherchiert. Demnach soll neben Irons Bett Methadon gefunden worden sein. Dieses befand sich in einem Fläschchen, das eigentlich für das verschreibungspflichtige Medikament Zolpidem gedacht war. Zolpidem wird bei Schlafstörungen eingesetzt. Methadon hingegen wird als Ersatz für Heroin oder als sehr starkes Schmerzmittel verwendet. Dieser Fund wirft natürlich berechtigte Fragen auf. Die Obduktion, die für heute Mittwoch angesetzt ist, wird Klarheit bringen.

Irons hinterlässt schwangere Frau

Seinen letzten Sieg feierte Irons am 3. September bei der Billabong Pro in Tahiti. 2008 wurde der Hawaiianer, der als einziger Athlet an jedem Wettkampfort der weltumspannenden ASP-Serie gewinnen konnte, in den Walk of Fame der Surfer aufgenommen. Der Profi war seit dem 25. November 2007 mit Lyndie Dupuis verheiratet. Sie ist momentan im siebten Monat schwanger und wird ihr Kind nun ohne Vater aufziehen müssen.

Mit Andy Irons verliert der Surf-Sport einen der ganz Grossen. «Einige Dinge, die er auf dem Surfbrett tat, waren einfach unglaublich», sagt Berufskollege Mark Occhilupo zur australischen Nachrichtenagentur «AAP». «Ich erinnere mich da nur an einen Tag als er eine 30 Fuss hohe Welle nahm und niemand anderes traute sich...» Das Wasser war Irons Element.

Einige Impressionen von Irons' Surfkünsten

Das Denguefieber

Das Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die vorwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten durch eine Stechmücke übertragen wird.

Die Krankheit äussert sich durch grippeähnliche Symptome, sie kann aber auch innere Blutungen umfassen. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann zum Tode führen, in der Regel durch blutbrechendes Fieber oder durch das Dengue-Schock-Syndrom.

Die Fallzahlen haben sich seit 1960 verdreissigfacht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jährlich 50 bis 100 Millionen Menschen am Denguefieber erkranken und rund 22 000 Personen daran sterben. Die meisten Todesopfer sind Kinder.

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