Aktualisiert 27.03.2013 20:42

Unklarer Ausgang

Susanne C. ficht Urteil an

Susanne C. will nicht neun Monate ins Gefängnis: Ihr Anwalt hat Berufung eingereicht, so dass der Fall vor dem Luzerner Obergericht verhandelt werden muss. Derweil ist auch noch eine Firma ihres
Ex-Mannes Konkurs.

von
Daniela Gigor
Susanne C. zieht das Gerichtsurteil ans Luzerner Obergericht weiter.

Susanne C. zieht das Gerichtsurteil ans Luzerner Obergericht weiter.

Susanne C. ist vom Luzerner Kriminalgericht wegen diverser Delikte – unter anderem wegen mehrfacher Misswirtschaft – zu hohen Kosten und einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Davon müsste die Geschäftsfrau neun Monate hinter Gitter. Laut Kriminalgericht muss sie sich während dreier Jahre tadellos verhalten, sonst müsste sie für weitere zwei Jahre in den Knast (20 Minuten berichtete).

Gegen dieses Urteil hat nun ihr Pflichtverteidiger, der Zürcher Staranwalt Valentin Landmann, Berufung eingereicht, so dass der Fall vor dem Obergericht noch einmal verhandelt werden muss. Grund: «Einige Punkte des Urteils treffen so nicht zu oder wurden zu gravierend beurteilt», sagt Landmann. Wiederum hat die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung eingelegt. Damit ist alles wieder offen: C.s Strafe und Kosten könnten sowohl höher als auch tiefer ausfallen.

Ex-Mann verlegt Firmensitze nach Thalwil

Während C. aktuell keine Firma mehr gegründet hat, ist in der Zwischenzeit die Suid AG, die letzte Firma mit Sitz in Luzern von C.s Ex-Mann Konkurs gegangen. 2012 wurde C.s ehemaliger Gatte Alleininhaber einer anderen AG, die von Zürich nach Thalwil umzog. Ein Jahr zuvor wurde er Verwaltungsratsmitglied einer weiteren AG, die den Firmensitz von Mettmenstetten nach Thalwil verlegte – an dieselbe Adresse, an der auch Susanne C. logiert.

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