Susanne Osthoff mit Lösegeld erwischt
Aktualisiert

Susanne Osthoff mit Lösegeld erwischt

Der Fall Susanne Osthoff wird immer mysteriöser: Die im Irak entführte Deutsche hatte nach ihrer Freilassung offenbar einen Teil des Lösegelds bei sich.

23 Tage lang wurde Susanne Osthoff im Irak als Geisel gehalten. Am 18. Dezember kam sie frei – und nahm eine grosse Geldsumme mit, wie deutsche Medien am Wochenende berichteten. Als die Archäologin nach ihrer Freilassung in der diplomatischen Vertretung Deutschlands in Bagdad duschte, hätten Botschaftsmitarbeiter in ihren Kleidern mehrere tausend Dollar gefunden. Das Geld sei mit Gummibändern zusammengebunden gewesen.

Laut «Focus» untersuchten Beamte des Bundeskriminalamtes die Seriennummern der Scheine und stellten Übereinstimmungen mit dem Lösegeld fest, das die Bundesregierung bereitgestellt hatte. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes sei umgehend informiert worden, Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe «absolute Geheimhaltung» angeordnet.

War Osthoffs Entführung inszeniert? Gegenüber der «Bild am Sonntag» sagten Experten, es könne niemand mehr ausschliessen, dass Osthoff in ihre eigene Entführung verwickelt sei.

Offizielle deutsche Stellen wollten sich gestern nicht zu den Berichten äussern. Bislang war noch nicht einmal bestätigt worden, dass überhaupt Lösegeld geflossen ist.

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