Amlikon TG : Sust untersucht Beinahe-Crash zwischen PC-9 und Segelflieger

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Amlikon TG Sust untersucht Beinahe-Crash zwischen PC-9 und Segelflieger

Eine Maschine der Schweizer Luftwaffe und ein Segelflugzeug kamen sich Anfang Juli gefährlich nahe. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat deswegen eine Untersuchung eröffnet.

von
Leo Butie
Ammar Jusufi
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Anfang Juli kamen sich ein Segelflieger und eine PC-9/F der Schweizer Luftwaffe gefährlich nahe. Die Sust schreibt von einem «schweren Vorfall».

Anfang Juli kamen sich ein Segelflieger und eine PC-9/F der Schweizer Luftwaffe gefährlich nahe. Die Sust schreibt von einem «schweren Vorfall».

20min/Leo Butie
Laut Armeesprecher Stefan Hofer befand sich das Flugzeug auf dem Weg zurück nach Emmen, als der Vorfall geschah. 

Laut Armeesprecher Stefan Hofer befand sich das Flugzeug auf dem Weg zurück nach Emmen, als der Vorfall geschah. 

imago images/StockTrek Images
«Ein Militärflugzeug kam dem Segelflieger entgegen und unser Pilot musste ausweichen», sagt Beat Benz, Präsident der Segelfluggruppe Cumulus. (Symbolbild)

«Ein Militärflugzeug kam dem Segelflieger entgegen und unser Pilot musste ausweichen», sagt Beat Benz, Präsident der Segelfluggruppe Cumulus. (Symbolbild)

VBS/DDPS

Darum gehts

  • Anfang Juli kamen sich ein Segelflieger und eine Maschine der Schweizer Luftwaffe gefährlich nahe.

  • Die Sust hat eine Untersuchung eröffnet. 

  • Laut der Segelfluggruppe musste der Pilot des Segelfliegers der Militärmaschine ausweichen. 

  • Die Armee will den Vorfall mit Verweis auf die Untersuchung nicht kommentieren.

Laut einem Vorbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam es Anfang Juli zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einem Flugzeug der Schweizer Luftwaffe und einem Segelflieger. Die Sust schreibt von einem «schweren Vorfall». Bei der Maschine der Luftwaffe handelte es sich um eine Pilatus PC-9/F, wobei ein einzelner Pilot im Flugzeug sass. 

Die Schweizer Armee verzichtet auf genaue Angaben zum Vorfall. «Wir machen keine Aussagen zu laufenden Untersuchungen», sagt Armeesprecher Stefan Hofer. Zweck des Fluges sei ein Zielflug zugunsten eines Trainings der mittleren Fliegerabwehr gewesen. «Das Flugzeug der Zielflugstaffel 12 befand sich auf dem Weg ins Trainingsgebiet. Start- und Landeplatz war Emmen.» 

Die Sust-Untersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe. «Falls es Anhaltspunkte gibt, die weitere Massnahmen nötig machen, werden diese auch ergriffen», sagt Hofer. 

Segelflieger musste ausweichen

Im Segelflugzeug befand sich neben dem Piloten auch ein Flugschüler. Seitens der Segelfluggruppe Cumulus wird der Vorfall bestätigt. «Ein Militärflugzeug kam dem Segelflieger entgegen und unser Pilot musste ausweichen», sagt Beat Benz, Präsident der Segelfluggruppe Cumulus.

Ansonsten möchte man den Vorfall nicht kommentieren. «Im Hinblick auf die Untersuchung wollen wir uns nicht weiter dazu äussern», so Benz.

Beide im Sichtflug unterwegs

Ob eine reelle Gefahr für die Insassen bestand, ist derzeit noch offen. «Dies lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesichert sagen», schreibt die Sust auf Anfrage. Fest steht aber, dass sich beide Flugzeuge im sogenannten Luftraum E befanden, in einer Höhe von rund 1150 Metern über Meer. «Die Kollisionsvermeidung im Luftraum der Klasse E geschieht mittels des Prinzips Sehen und gesehen werden», heisst es weiter.

Dieses Prinzip stosse jedoch an seine Grenzen. «Die Erkennung anderer Luftfahrzeuge ist beispielsweise abhängig von deren Farbgebung, den Umgebungsbedingungen und den Wetterbedingungen.»

Wann der Schlussbericht veröffentlicht wird, ist nicht bekannt. «Im Moment sind noch keine weiteren, gesicherten Kenntnisse vorliegend. Wir ‹sammeln› und analysieren aktuell alle erhobenen Daten und werden bei Bedarf noch weitere Daten hinzuziehen», schreibt die Sust. 

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