Super-G St. AntonLara Gut-Behrami siegt trotz Fehler, Suter wird Dritte

Die Schweizer Speed-Fahrerinnen zeigen ein starkes Rennen im anspruchsvollen Super-G von St. Anton, der von vielen Ausfällen geprägt war.

Gut-Behrami siegt.

(Video: SRF)

Lara Gut-Behrami triumphiert im Super-G von St. Anton. Trotz einem groben Fehler im unteren Teil meistert die Tessinerin den schwierigen Lauf bestens und gewinnt vor der Italienerin Marta Bassino. Komplettiert wird das Podest von einer weiteren Schweizerin. Corinne Suter findet die richtige Mischung aus Risiko und Marge. Das gute Schweizer Teamergebnis bestätigen Michelle Gisin als Siebte und Wendy Holdener als Achte.

Das Rennen ist von vielen Ausfällen geprägt. Von den ersten 30 Fahrerinnen scheiden gleich deren zwölf aus. Darunter auch Sofia Goggia, welche die Konkurrenz in der Samstags-Abfahrt um eine Sekunde und mehr distanzieren konnte.

Corinne Suter fährt auf den zweiten Zwischenrang und muss sich später nur Marta Bassino geschlagen geben. (Video: SRF)

Gut-Behrami siegt trotz Patzer

Doch das sind Sachen, die Gut-Behrami wohl nicht interessieren. Die 29-Jährige wird sich über ihren Triumph wohl einfach freuen. Und darf sie auch. Schliesslich ist es das erste Mal seit drei Jahren, dass sie wieder einen Super-G gewinnt. Es ist ihr 13. Erfolg in dieser Disziplin, der 27. im Weltcup-Zirkus insgesamt. «Ich freue mich über den Sieg. Es ist schön, es wieder geschafft zu haben», sagt eine sichtlich glückliche Gut-Behrami gegenüber dem SRF.

Die Freude der 29-Jährigen ist verständlich. Ist der Super-G-Triumph doch einer, mit dem die Tessinerin lange Zeit nicht rechnet. Gut-Behrami patzt nämlich, saust kurz vor dem Schlussteil fast an einem Tor vorbei. Erst im letzten Moment erwischt sie die Kurve noch. Im Ziel verwirft sie die Hände, sieht sichtlich unzufrieden aus. Erst im Verlauf des Rennens beginnt sie zu strahlen, merkt sie doch, dass ihre Zeit reicht. Trotz Patzer.

«Im Ziel dachte ich nicht, dass mein Lauf zum Sieg reicht», gibt Gut-Behrami so auch zu. Auf die Frage, was der Sieg für die weitere Saison bedeutet, antwortet der Ski-Star ganz pragmatisch: «Der Sieg gibt mir Motivation, sicher. Vor allem verschafft er mir aber Freude. Ich liebe das Skifahren. Aber Tatsache ist halt, dass der Sport einfach noch mehr Freude macht, wenn man weiss, dass man gut in Form ist.» (els/nih)

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Sonntag, 10.1.2021

Bis bald

Damit endet der Liveticker dieses Super-G-Rennens. Danke fürs Mitlesen und bis zum nächsten Mal!

Ricarda Haaser

Die Österreicherin beschliesst die Top 30. Die Piste macht es für die Fahrerinnen fast unmöglich um die vorderen Plätze mitzufahren. Haaser zeigt dennoch eine ansprechende Fahrt und fährt gleichzeitig mit Mowinckel auf Rang 10.

Völlig recht hat dieser Twitter-Nutzer

JASMINE FLURY

Bereits im oberen Teil hat die Schweizerin acht Zehntel Rückstand. Im unteren Teil kommt dann nochmals deutlich was dazu, doch aufgrund der vielen Ausfälle resultiert doch noch Zwischenrang 14.

Respekt vor dem Kurs

Die Ausfälle scheinen den Fahrerinnen ordentlich Respekt eingeflösst zu haben. Weidle (12.), Siebenhofer (DNF) und Puchner (14.) können sich nicht in den vorderen Rängen klassieren.

Tessa Worley

Die Französin hält im oberen Teil mit Gut-Behrami mit, doch dann fällt sie an der gleichen Stelle wie Suter aus.

Damit sind von den 23 gestarteten Fahrerinnen deren Zehn (!) ausgefallen.

JASMINA SUTER

Die grössere Schwester der gestern gestürzten Juliana Suter bringt ihren Lauf ebenfalls nicht ins Ziel. Da fuhr sicher etwas die Angst bei ihr mit, auch wenn sie den gestrigen Vorfall sicher auszublenden versucht hat.

Laura Pirovano

Die junge Italienerin kann nicht an ihr Top-Ergebnis in der gestrigen Abfahrt anknüpfen. Sie ist die Erste, die im oberen Teil beim blinden Tor ausfällt.

Lara Gut-Behrami im Interview

Die Tessinerin meint, dass es nach wie vor möglich sei ihre Zeit zu schlagen, sofern eine Fahrerin fehlerfrei durchkommt. Das Gelände und der gegen das Gelände gesetzte Kurs seien die Schwierigkeiten im heutigen Super-G. Die Fahrerinnen würden diese Rennen trotz vieler Ausfälle mögen. Sie habe nicht gemerkt, wie schnell sie war, konnte im oberen Teil aber gut beschleunigen. Das heutige Resultat gebe ihr ein guten Gefühl.

Michelle Gisin im Interview

Schrittweise finde die Engelbergerin den Zug auf den Speed-Skiern. Der Super-G sei genial und sie freue sich über das Schweizer Teamergebnis. Die Schwierigkeit sei, dass man die Mischung aus Tempo und Marge finden muss.

PRISKA NUFER

Aufgrund der vielen Ausfälle sind heute auch für die hinteren Startnummern gute Ergebnisse möglich. Beim Ledecka-Tor ist auch Nufer zu spät dran und dann stürzt die Schweizerin auch noch. Glücklicherweise kann Nufer bereits vor dem Aufprall in den Schutznetzen viel Tempo rausnehmen und den Sturz dadurch einigermassen auffangen.

Blinde Tore sorgen für Probleme

Esther Ledecka

Nun der Angriff der Siegerin des bisher einzigen Super-G-Rennens. Im oberen Teil hält die Tschechin mit Gut-Behrami mit, doch dann unterläuft auch ihr ein Fehler, der sie den Spitzenplatz kostet.

Ist das der Sieg für Gut-Behrami??

JOANA HÄHLEN

Die Schweizerin zeigt eine sehr vorsichtige Fahrt, doch dann folgt im Mittelteil der Fehler. Mit grosser Mühe kann sie sich im Lauf halten, verliert durch den Fehler aber enorm viel Zeit. Der Rückstand im Ziel: über drei Sekunden.

Tiffany Gauthier

Bis kurz vor dem Ziel ist die Französin auf Top-5-Kurs, doch dann fällt auch sie beim zweitletzten Tor aus.

Nina Ortlieb

Die österreichische Hoffnung fällt nach der Abfahrt gestern auch im heutigen Super-G aus. Ein Wochenende zum Vergessen.

Ilka Stuhec

Die Abfahrtsspezialistin und zweifache Weltmeisterin kommt im Super-G nicht auf Zug. Mit einem deutlichen Rückstand fährt sie auf den aktuell letzten Zwischenrang.

Marta Bassino

Aller guten Dinge sind drei. Die dritte Italienerin versucht die beiden Schweizerinnen an der Spitze abzufangen. Aufgrund des Sturzes von Marsaglia war das Rennen kurz unterbrochen.

Die Italienerin, die im Riesenslalom bisher so erfolgreich war, hält mit Gut-Behrami mit. Dann hängt sie im Schlussteil an einem Tor ein und schiebt sich zwischen die beiden Schweizerinnen auf den zweiten Zwischenrang. Sie ist sichtlich zufrieden mit ihrer Fahrt.

Die ersten Fans freuen sich bereits

Francesca Marsaglia

Die Italienerin zeigt, wie man es nicht machen sollte. Sie versucht eine zu direkte Linie zu fahren und ist dadurch immer wieder zu spät dran. So auch beim zweitletzten Tor, dadurch stürzt sie ins Ziel. Sie scheint aber okay zu sein, wird aber wohl einige blaue Flecken davon tragen. An dieser Stelle gute Besserung!

10 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Herr bünli

10.01.2021, 15:11

Nina Ortlieb macht den 1 Platz!

Idontknowher

10.01.2021, 14:47

Lara Berhami? wer ist das?

Tom P.

10.01.2021, 13:03

Seit Gut und Behrami nicht mehr wöchentlich ihr Leben vor der Öffentlichkeit ausbreiten, ist sie wieder erfolgreicher im Sport. Gut so. Hoffentlich checkt sie das selber auch.