Aktualisiert 08.09.2009 20:14

SCL TigersSutter will kein Kanonenfutter sein

Für Captain Fabian Sutter war der turbulente Sommer bei den SCL Tigers eine Lebenserfahrung. Wegen den finanziellen Engpässen lautet das offizielle Ziel Ligaerhalt.

von
Peter Berger

Die Lohnkürzung im Sommer kam unerwartet. «Wir wurden überrascht. Keiner hatte damit gerechnet, dass der Klub plötzlich vor dem Aus steht», erzählt Fabian Sutter. Luftsprünge habe er natürlich keine gemacht, gesteht der 27-jährige Stürmer. Auch er machte sich Sorgen, wusste nicht, wie seine Zukunft aussehen würde, und sondierte den Markt. Als der Schock überwunden war, stand für Sutter schnell fest, dass er bei den Tigers bleiben wollte. Als Captain sprach er auch mit den Mitspielern. «Ich brauchte keine Überredungskünste, um sie zum Bleiben zu animieren.»

Nach der Lohnreduktion der Angestellten kam die Sammelaktion und in der Folge der Machtwechsel im Klub von Hans Grunder zu Peter Jakob. Weiterhin stehen die Tigers finanziell auf wackligen Beinen, aber sie stehen immerhin noch. Sutter bezeichnet den turbulenten Sommer im Emmental als Lebenserfahrung. Er hofft, dass das Team durch die schwierigen Momente noch mehr zusammengerückt ist. «Wir werden nun überall als Kanonenfutter bezeichnet», weiss er. «Aber man sollte uns nicht abschreiben. Stimmung und Charakter im Team sind gut. Mit Kampf und Einsatz kann man Berge versetzen.» Offiziell lautet das Ziel Ligaerhalt. «Doch als Sportler will man immer gewinnen», sagt Sutter und verrät damit, dass die Spieler das Wort Playoff noch nicht aus dem Hinterkopf verdrängt haben.

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