Aktualisiert 26.09.2009 11:36

BurmaSuu Kyi schlägt sanfte Töne an

Zwei Jahre nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten burmesischer Mönche hat Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ihre Haltung zu Sanktionen gegen das Land geändert.

In einem Brief an die Militärjunta habe die Friedensnobelpreisträgerin Vorschläge unterbreitet, wie die Aufhebung der vom Westen verhängten Restriktionen erreicht werden könne, sagte ihr Anwalt Nyan Win am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Details wollte er nicht nennen.

Nach seinen Angaben ist es das erste direkte Schreiben Suu Kyis an Junta-Chef Than Shwe. Er werde versuchen, den Brief noch im Laufe des Tages der Militärregierung zukommen zu lassen, sagte Nyan Win. Bislang hatte die seit Jahren unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin internationale Sanktionen gegen das Regime stets befürwortet.

In einem weiteren Schreiben Suu Kyis an den Innenminister sei es zudem um ihren Hausarrest gegangen. Anfang Oktober entscheidet die burmesische Justiz über eine Berufungsklage Suu Kyis gegen die Verlängerung ihres Hausarrests um weitere 18 Monate.

US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte am Mittwoch angekündigt, den Dialog mit den Machthabern in Burma zu suchen. Die Sanktionen gegen das asiatische Land blieben zunächst aber bestehen. Die USA versuchen Burma seit Jahren zur Demokratisierung zu zwingen und fordern insbesondere die Freilassung von Suu Kyi. Die frühere US- Regierung unter George W. Bush setzte dabei vor allem auf Sanktionen.

(sda)

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