Aktualisiert 08.03.2013 14:16

BurmaSuu Kyis Partei tagt erstmals wieder

Die burmesische Oppositionspartei Nationalliga für Demokratie hat sich zum Parteitag versammelt. Grosse Abwesende war deren Aushängeschild Aung San Suu Kyi.

Nach jahrelangem Untergrundkampf hat bei Burmas Oppositionspartei Nationalliga für Demokratie (NLD) der Demokratisierungsprozess in den eigenen Reihen begonnen. Mehr als 800 Parteimitglieder kamen in Rangun zum ersten Parteitag in der 25-jährigen Geschichte der NLD zusammen.

In den kommenden Tagen sollen erstmals die Führungsgremien gewählt werden. Bislang waren alle Würdenträger ernannt worden. Der unter der Militärdiktatur jahrelang eingesperrte Mitbegründer Tin Oo rief die Parteimitglieder zur Einheit auf.

Viele Mitglieder hatten zuvor privat Unmut geäussert, über den Zerfall der Partei in mehrere Flügel, über die alte Männerriege in der Führungsetage und über fehlende Visionen.

Die Partei muss sich nach vielen Jahren als Widerstandsbewegung in der Militärdiktatur als demokratische Kraft neu erfinden. Sie will die vom Militär gegründete Partei USDP bei den Wahlen 2015 ablösen. Bislang dominiert diese das Parlament.

Verjüngung gefordert

«Wir brauchen eine Demokratisierung», sagte der 86-jährige Mitbegründer Tin Oo. Und eine Verjüngung, fügte sein drei Jahre jüngerer Mitstreiter Win Tin hinzu.

Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nahm am Auftakt nicht teil. Sie war im Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw und wurde erst für Samstag erwartet.

Sie ist die Galionsfigur und Generalsekretärin der Partei. Suu Kyi verbrachte 15 Jahre unter Hausarrest, ehe sie nach den Wahlen 2010 freikam. Die Wahlen läuteten das Ende jahrzehntelanger Militärherrschaft ein. Auch sie will sich bei den Delegierten zur Wahl stellen. (sda)

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