22.11.2020 14:41

Horror-Unfall in Frankfurt SUV erfasst mehrere Menschen – zwei Tote

Am Samstagnachmittag ist es in Frankfurt zu einem Horror-Unfall gekommen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Die Polizei hat erste Erkenntnisse mitgeteilt.

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Ein 38-Jähriger hat mit seinem SUV in Frankfurt einen tragischen Unfall verursacht. 

Ein 38-Jähriger hat mit seinem SUV in Frankfurt einen tragischen Unfall verursacht.

Silas Stein/dpa
Sowohl ein illegales Autorennen als auch ein Attentat seien als Grund auszuschliessen, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Sowohl ein illegales Autorennen als auch ein Attentat seien als Grund auszuschliessen, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Silas Stein/dpa
«Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang.»

«Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang.»

Silas Stein/dpa

Auf dem Bürgersteig liegen Fahrzeugteile und Stücke einer Hausfassade, Polizei und Rettungskräfte sind im Einsatz: Ein Sportgeländewagen (SUV) hat in Frankfurt mehrere Menschen auf einem Gehweg erfasst, zwei sterben an ihren schweren Verletzungen.

Darum gehts

  • Nach einem schweren Unfall in Frankfurt sind ein Fahrradkurier und ein Fussgänger im Spital ihren Verletzungen erlegen.

  • Ein SUV-Fahrer hatte mehrere Menschen erfasst.

  • Die Polizei schliesst ein Attentat aus.

Nach einem ähnlichen Unfall im vergangenen Jahr in Berlin war eine Debatte über die Gefahren durch schwere SUV in den Städten entbrannt. Ursache des Horror-Unfalls in der Main-Metropole vom Samstagnachmittag war nach Polizeiangaben mit grosser Wahrscheinlichkeit überhöhte Geschwindigkeit.

Sowohl ein illegales Autorennen als auch ein Attentat seien als Grund auszuschliessen, sagte ein Sprecher am Sonntag. «Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang.»

Nach Polizeiangaben hatte ein 38-jährige SUV-Fahrer aus Frankfurt gegen 16.00 Uhr im Stadtteil Ostend unweit der Europäischen Zentralbank (EZB) an einer Ampel gestoppt. Als sie auf Grün umsprang, beschleunigte der Mann stark und verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Fahrer verletzte sich leicht

Der Wagen erfasste einen 27 Jahre alten Fahrradkurier auf dem Radweg sowie zwei Fussgänger auf dem Bürgersteig und verletzte sie schwer. Das Fahrzeug schrammte ein geparktes Auto und prallte mit voller Wucht gegen eine Hauswand, Teile der Klinker-Fassade brachen ab.

Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, wo ein 61 Jahre alter Fussgänger aus dem baden-württembergischen Ostalbkreis und der Fahrradkurier starben. Der Zustand einer schwer verletzten 31-jährigen Frau aus Frankfurt habe sich zuletzt stabilisiert, sagte der Polizeisprecher. Der Fahrer verletzte sich den Angaben zufolge leicht.

Der Mann wurde auf eine Polizeidienststelle mitgenommen, um seine Personalien zu klären und seine Aussage aufzunehmen. Zudem wurde eine Blutprobe entnommen. Bis das Ergebnis vorliege, werde es allerdings etwas dauern, sagte der Polizeisprecher.

Aktuell gebe es keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen, hiess es. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass weitere Menschen in dem SUV gesessen hätten. Ob der 38-Jährige in der Vergangenheit bereits wegen zu schnellen Fahrens auffiel, war zunächst nicht bekannt.

Ähnlicher Vorfall in Berlin

Im Zentrum von Berlin war 2019 ein SUV-Fahrzeug von der Strasse abgekommen und hatte sogar vier Fussgänger tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. SUV sind bei Autokäufern immer beliebter geworden, obwohl sie von Kritikern als besonders umweltschädlich bezeichnet werden. Nach dem schweren Unfall in Berlin waren Stimmen laut geworden, die Obergrenzen für grosse SUV in den Innenstädten verlangten.

Nach Einschätzung von Experten aus der Unfallforschung und der Polizei hatte es aber keine Hinweise dafür gegeben, dass der Unfall in Berlin mit einer Limousine anders verlaufen wäre. Viele Limousinen sind ebenso schwer und schnell wie das damalige Unfallauto.

Generell passieren seit Jahren immer weniger schwere Unfälle, auch dank moderner Technik wie Assistenzsystemen. Im ersten Halbjahr war die Zahl der Unfalltoten bundesweit auf einen historischen Tiefstand gesunken. Durch die Corona-Pandemie ist das Verkehrsaufkommen allerdings auch geringer.

(SDA)

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