Aktualisiert 14.09.2018 06:28

Volkswagen

SUVs überrollen Käfer – VW stoppt den Beetle

Schluss mit lustig: Im Sommer 2019 wird die Produktion des Käfer-Nachfolgers Beetle weltweit eigestellt. Stromer und SUVs ersetzen das Kultauto.

von
lab
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Bevor kommenden Juli der letzte Beetle im mexikanischen Puebla vom Band läuft, sollen dieses Jahr noch zwei Sondereditionen aufgelegt werden.

Bevor kommenden Juli der letzte Beetle im mexikanischen Puebla vom Band läuft, sollen dieses Jahr noch zwei Sondereditionen aufgelegt werden.

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In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren sechs Jahren im Schnitt um die 400 «New Beetle» zugelassen.

In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren sechs Jahren im Schnitt um die 400 «New Beetle» zugelassen.

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«Der Verlust des Beetle wird unter den treuen Fans starke Emotionen hervorrufen», erklärte der Nordamerika-Chef von Volkswagen, Hinrich Woebcken.

«Der Verlust des Beetle wird unter den treuen Fans starke Emotionen hervorrufen», erklärte der Nordamerika-Chef von Volkswagen, Hinrich Woebcken.

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SUVs, geräumige Familienkutschen und Sromer statt einer rollenden Ikone: Volkswagen stellt im Sommer 2019 die Produktion des Käfer-Nachfolgers VW Beetle ein. «Pläne für ein ähnliches Folgemodell gibt es derzeit nicht», bestätigte Hinrich J. Woebcken, Präsident und CEO der Volkswagen Group of America gestern Abend.

Um sich den Kundenwünschen anzupassen, will das Unternehmen künftig stärker auf SUVs setzen, wie sie in ganz Europa immer beliebter werden. Ausserdem will VW in den Vereinigten Staaten mit grösseren Modellen mehr Familien ansprechen und zudem drängen die Wolfsburger in Europa und den USA in den Zukunftsmarkt für E-Autos.

Rückgang in Raten

In diese Zielvorgaben past der Beetle, der von den Amerikanern liebevoll «Bug» genannte Kleinwagen, offenbar nicht mehr. Der VW Käfer feierte seinen Start auf dem amerikanischen Markt 1949 – also elf Jahre nach der Lancierung in Europa – und wurde auf Anhieb zum Verkaufsschlager. Im besten US-Jahr – nach der Veröffentlichung des Disney-Films «The Love Bug» («Ein toller Käfer») – wurden laut Bloomberg in einem Jahr 423'000 Käfer in den USA verkauft. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr liefen nur noch 15'166 Modelle vom Band.

In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren sechs Jahren im Schnitt um die 400 «New Beetle» zugelassen. Und dennoch: «Der Verlust des Beetle wird unter den treuen Fans starke Emotionen hervorrufen», erklärte der Nordamerika-Chef von Volkswagen, Hinrich Woebcken. Kleiner Trost: Bevor kommenden Juli der letzte Beetle im mexikanischen Puebla vom Band läuft, sollen dieses Jahr noch zwei Sondereditionen aufgelegt werden.

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