Sven Epiney feiert mit Marius Bear den ESC-Finaleinzug
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«Wir stossen im Hotel an»Sven Epiney feiert mit Marius Bear den ESC-Finaleinzug

Zum 15. Mal kommentiert Sven Epiney den ESC. Der Moderator kennt den musikalischen Grossanlass wie kaum ein anderer. Das sagt er zur Leistung der Schweiz im Halbfinale.

von
Toni Rajic
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Er ist das Schweizer Gesicht des Eurovision Song Contest: Sven Epiney. 

Er ist das Schweizer Gesicht des Eurovision Song Contest: Sven Epiney. 

Privat
Seit 15 Jahre moderiert er bereits den grössten Musikwettbewerb Europas – dieses Mal von Turin aus. 

Seit 15 Jahre moderiert er bereits den grössten Musikwettbewerb Europas – dieses Mal von Turin aus. 

SRF/Oscar Alessio
Dort ging im Halbfinale auch Marius Bear (29) an den Start – und zwar für die Schweiz. 

Dort ging im Halbfinale auch Marius Bear (29) an den Start – und zwar für die Schweiz. 

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Am Dienstagabend fand das erste Halbfinale des 66. Eurovision Song Contest in Turin statt.

  • Marius Bear ging mit der Ballade «Boys Do Cry» für die Schweiz an den Start – mit Erfolg.

  • «Marius schafft es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen», sagt einer, der es wissen muss: Sven Epiney. 

  • Seit 15 Jahren kommentiert er den grössten Musikwettbewerb der Welt für das Schweizer Fernsehen.

  • Im Interview mit 20 Minuten spricht er über den Schweizer Beitrag und die Chance der Ukraine auf einen Sieg.

Sven Epiney, zum 15. Mal kommentierst du den Eurovision Song Contest. Was begeistert dich daran?

Die Dimensionen, wie man sie hier hat, sind nicht vergleichbar mit anderen Musikwettbewerben. Es ist schön, wenn man sieht, dass Musik die Menschen unterschiedlicher Kulturen verbindet und diese Emotionen in die Welt tragen kann – auch wenn diese mal in die Schieflage gerät. Gleichzeitig leben die Menschen hier die Diversität, Toleranz und den Respekt.

Wie sehen deine ESC-Tage aus?

Die Tage sind intensiv und lange, aber auch sehr spannend. Die ersten Arbeiten, Proben oder Interviews beginnen meist schon vor acht Uhr in der Früh und die letzten stehen gegen zwei Uhr nachts an.

Marius Bear hat den Einzug ins Finale mit dem Titel «Boys Do Cry» geschafft. Worin liegt der Zauber?

Mir gefällt der Song sehr! Es ist ein sanfter Titel, den Marius mit seiner charismatischen Stimme bestens umzusetzen weiss. Damit schafft er es, das Publikum stets zu begeistern, und in seinen Bann ziehen.

Hast du damit gerechnet, dass Marius Bear weiterkommt?

Natürlich! Ich befinde mich hier mit der Schweizer Delegation in einer kleinen Bubble, da bangt und hofft man noch ein Spürchen fester mit. Es ist das dritte Mal infolge, dass die Schweiz den Einzug ins Finale schafft, das gabs noch nie und macht viel Freude.

Was gilt es beim Finale besser zu machen?

Schon bei den Proben haben wir noch den Kamerablick geübt, der ist auch ein wichtiges Element, um die Zuschauerinnen und Zuschauer anzusprechen.

Wie feiert ihr den Zwischenerfolg?

Die ersten Gratulationen konnte Marius bereits in der Halle entgegennehmen, anschliessend gabs die grosse Pressekonferenz und Interviews, bevor wir mit der ganzen Delegation im Hotel auf den Finaleinzug anstossen konnten.

Der ESC versucht stets neutral und unpolitisch zu sein. Ist es in diesem Jahr überhaupt möglich?

Als Institution und Veranstaltung ist und bleibt der ESC unpolitisch. Das Weltgeschehen löst jedoch bei den Menschen Emotionen aus – welche das aber sind, lässt sich nicht erahnen. Jede und jeder entscheidet für sich selbst, wie er oder sie damit umgeht. Ob ihn oder sie zu Kriegs- oder Pandemiezeiten eher sanftere Töne ansprechen oder dann doch schnellere Beiträge. Die Jury-Votings konzentrieren sich hingegen auf die fachlichen Aspekte und gehen sachlich daran, somit ist die Ausgewogenheit gewährleistet.

Die Ukraine wird seit Kriegsbeginn auf Platz eins in den Wettbüros gehandelt. Was sagst du zum Song?

Der Mix aus volkstümlichen Gesängen und Rap gefällt mir gut. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass die Ukraine regelmässig mit starken Beiträgen an den Start geht. Sie waren stets im Finale und haben schon zweimal gewonnen. Somit erstaunt es mich auch nicht, dass sie so weit oben stehen.

Welche Songs sagen dir noch zu und hätten Sieger-Potenzial?

Wir dürfen aber dieses Jahr die Konkurrenz aus Grossbritannien, Schweden und Italien nicht unterschätzen. Gerade unsere südlichen Nachbarn schaffen es, Emotionen zu vermitteln, während UK mit einer fantastischen Stimme und einer tollen Show an den Start geht und auch Schweden überzeugt durch ein gutes Gesamtpaket.

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