Young Boys–Dinamo Zagreb: «Svi u Bern!» – Hooligans kommen ans YB-Spiel
Aktualisiert

Young Boys–Dinamo Zagreb«Svi u Bern!» – Hooligans kommen ans YB-Spiel

Der Fussballclub Dinamo Zagreb ist berüchtigt für seine gewaltbereiten Fans. Die nationalistische Hooligan-Gruppe Bad Blue Boys ist bereits unterwegs nach Bern.

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rc
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Am Mittwoch kommen die «Bad Blue Boys» nach  Bern. Es geht um den Einzug in die Champions League.

Am Mittwoch kommen die «Bad Blue Boys» nach Bern. Es geht um den Einzug in die Champions League.

AP/Fabian Bimmer
Die Bad Blue Boys organisierten Busreisen nach Bern.

Die Bad Blue Boys organisierten Busreisen nach Bern.

AP/Darko Bandic
Young Boys-Trainer Seoane macht sich im Moment keine Gedanken über gegnerischen Fans: «Meine Konzentration gilt einzig und alleine der idealen Vorbereitung unserer Mannschaft.»

Young Boys-Trainer Seoane macht sich im Moment keine Gedanken über gegnerischen Fans: «Meine Konzentration gilt einzig und alleine der idealen Vorbereitung unserer Mannschaft.»

Keystone/Anthony Anex

Wüste Ausschreitungen, brutale Übergriffe und nationalistische Fangesänge: Das Sündenregister der berüchtigten Fans von Dinamo Zagreb ist lang und beinhaltet von Gewalt bis Rassismus vieles, was die Uefa strengstens verbietet. Die gewalttätige Fangruppierung Bad Blue Boys hat sich in der Vergangenheit einen einschlägigen Ruf erarbeitet.

Am Mittwoch trifft Dinamo Zagreb in Bern auf YB. Es geht um den Einzug in die Champions League und Millionen von Franken.

Mit dabei sind auch die Bad Blue Boys. Unter dem Motto «Svi u Bern!», zu Deutsch «Alle nach Bern!», organisiert die Gruppierung Busfahrten von Zagreb nach Bern, die mittlerweile alle ausverkauft sind, wie ihrer Facebook-Seite zu entnehmen ist.

Fans mit hohem Gewaltpotenzial

Erst am Freitag hat die Uefa ein Verfahren wegen «unsittlichen Verhaltens» gegen den Fussballclub eröffnet. 2016 musste ein EM-Spiel in Frankreich unterbrochen werden, weil Dinamo-Anhänger Pyros auf das Spielfeld warfen.

Die Berner Sicherheitsdirektion geht zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht davon aus, das es zu Ausschreitungen rund um die Partie kommen werde: «Wir gehen aktuell von einem friedlichen Spiel aus», so Mediensprecherin Lea Zürcher.

Fussball sei nicht friedlich

Extremismusexperte Adrian Oertli bezeichnet das Vorgehen der Stadt als deeskalierend. «Klar bringt ein Fussballspiel immer ein gewisses Konfliktpotential mit sich, trotzdem sollte man die Stimmung im Vorfeld nicht unnötig anheizen.»

Seitens der Polizei ist die Strategie klar: «Sollten Fans die Konfrontation aktiv suchen, werden wir sie trennen», sagt Polizeisprecher Christoph Gnägi. Wie hoch das Polizeidispositiv am Mittwoch sein wird, will die Kapo nicht aus taktischen Gründen nicht erläutern. Laut Dinamo Zagreb werden rund 450 Fans aus Kroatiens Hauptstadt anreisen.

Anhänger der Bad Blue Boys bei einem Fanmarsch

Auch in der Schweiz kommt es immer wieder zu Übergriffen

Auch in der Schweiz kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen unter Fussballfans. Erst letzten Sonntag im Cupderby gegen den FC Biel, stürmten YB-Anhänger eine Szenebar in der Bieler Innenstadt. Es flogen Stühle und herumstehendes Mobiliar.

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