SVP-Bauern gegen Schweizer Bauern
Aktualisiert

SVP-Bauern gegen Schweizer Bauern

Das vorwiegend aus SVP-Exponenten bestehende Komitee der Landwirtschaft hat gegen die Ost-Erweiterung des Personenfreizügigkeitsabkommens mobil gemacht.

Die Erweiterung bringe den Bauern unter dem Strich keine Vorteile, sondern nur neue Belastungen und eine Verteuerung der Produkte, sagte der St. Galler SVP-Nationalrat Toni Brunner am Freitag an einer Medienkonferenz im Bundeshaus. Die Bauern brauchten nicht mehr Abkommen mit neuen Vorschriften, sondern Flexibilität bei der Rekrutierung von Arbeitskräften in der Schweizer Landwirtschaftspolitik. «Wir brauchen die Freiheit, hauptsächlich zur Erntezeit Arbeitnehmer über mehrere Monate hinweg beschäftigen zu können», sagte Brunner. Der Schweizerische Bauernverband, der sich für die Vorlage vom kommenden 25. September ausgesprochen hat, wisse genau, dass die Basis geteilter Meinung sei. Er wäre gut beraten, wenn er seine Position noch einmal überdenken würde, erklärte der Zürcher SVP-Nationalrat Ernst Schibli. In dem überparteilichen Komitee «Landwirtschaft gegen Ost-Personenfreizügigkeit» haben sich laut Brunner bisher rund 100 Menschen zusammengeschlossen. (dapd)

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