Aktualisiert 18.12.2008 22:02

ZürichSVP beschliesst Schulterschluss mit FDP

Die SVP der Stadt Zürich spannt im Hinblick auf die Stadtrats-Ersatzwahlen mit der FDP zusammen. Sie schickt ihren Kandidaten Roger Liebi ins Rennen um einen Stadtratssitz, kämpft aber nicht zusätzlich ums Stadtpräsidium.

Die SVP-Delegierten sprachen sich am Donnerstagabend mit 38 zu 7 Stimmen für einen Zusammenschluss mit der FDP aus und hoben einstimmig Roger Liebi auf den Schild. Sie folgten damit den Empfehlungen des Parteivorstands. Ein Antrag, auf eine Kandidatur überhaupt zu verzichten, scheiterte genauso wie ein Antrag auf einen Alleingang mit Liebi.

SVP und FDP unterstützen damit gegenseitig ihre Kandidierenden. Die SVP empfiehlt Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli (FDP) als Stadtpräsidentin. Die FDP hatte schon zuvor ihren Support für den 47-jährigen Bankmanager und Gemeinderat Liebi beschlossen.

Bürgerliche Allianz ohne CVP

Somit kommt es nun im Hinblick auf den Wahltag vom 8. Februar zu einer «kleinen» bürgerlichen Allianz. Die CVP, die selber keinen Kandidaten aufgestellt hatte, beschloss am Montag, den SVP- Vertreter Liebi nicht zu unterstützen. Sie verärgerte damit die SVP, die einen grossen Schulterschluss angestrebt hatte.

Die Ersatzwahl ist nötig, weil Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) seinen Rücktritt auf das Frühjahr angekündigt hat - ein Jahr vor dem Ende der Legislatur. Fürs Präsidium kommt es zu einem Frauenduell zwischen Martelli und SP-Gemeinderätin Corine Mauch.

Voraussetzung für die Wahl ins Präsidium ist die Wahl in den Stadtrat. Corine Mauch muss also gleichzeitig für einen Sitz in der Exekutive und fürs Präsidium kämpfen.

Roger Liebi und Ernst Danner (EVP), die keine Ambitionen aufs Präsidium haben, können sich auf den Kampf um einen Stadtratssitz konzentrieren, die amtierende Stadträtin Martelli aufs Rennen ums Präsidium.

(sda)

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