Korab Rashiti: SVP-Grossrat vergleicht Sozialisten mit Hitler – SPler fordert Rücktritt

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Korab RashitiSVP-Grossrat vergleicht Sozialisten mit Hitler – SPler fordert Rücktritt

Unter einem Beitrag von SVP-Nationalrat Andreas Glarner geht es hoch her. Korab Rashiti (SVP) vergleicht Sozialisten mit Hitler. Für Raphael Racine (SP) hat er damit eine rote Linie überschritten.

von
Lucas Orellano
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Seine Äusserung hat für Wirbel gesorgt: Korab Rashiti aus Gerolfingen im Seeland.

Seine Äusserung hat für Wirbel gesorgt: Korab Rashiti aus Gerolfingen im Seeland.

SVP Seeland
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Darum gehts

  • Grossrat Korab Rashiti (SVP) greift auf Facebook den Sozialismus an.

  • Mit einem Hitler-Vergleich sei eine Grenze überschritten, gibt Raphael Racine (SP) zurück.

  • Das ehemalige Mitglied des Grossgemeinderats von Muri-Gümligen fordert Rashiti zum Rücktritt auf.

Ein Kommentar von Korab Rashiti, der seit Sommer für die SVP im Berner Grossen Rat sitzt, sorgt auf Facebook für Wirbel. Das «Bieler Tagblatt» berichtete zuerst über den Vorfall. Was ist passiert? Der SVP-Nationalrat Andreas Glarner zitiert in einem Beitrag Rats- und Parteikollegen Roger Köppel: «Und wird der Bürger unbequem, so ist er plötzlich rechtsextrem.» Raphael Racine, bis letztes Jahr für die SP Mitglied des Grossen Gemeinderates von Muri-Gümligen BE, kommentiert darunter: «Die SVP ist nicht rechtsextrem, aber extrem rechthaberisch.»

Daraufhin gibt Rashiti zurück: «Links habt ihr es geschafft, uns den Strom abzuschalten, jetzt fehlt euch nur noch ein Schnurrbart.» Für Racine ist da klar: Rashiti vergleicht die SP mit Adolf Hitler. Dieser setzt noch einen drauf und postet ein Hitler-Foto mit dem Zitat «Wir sind Sozialisten», wie das «Bieler Tagblatt» berichtet. Mittlerweile ist das Foto wieder gelöscht.

Für Racine ist mit dem Vergleich eine Grenze überschritten. «Du vergleichst die SP mit Hitler. Jetzt hast du für mich definitiv eine rote Linie überschritten», schreibt er dazu. «Ich fordere deinen Rücktritt als Grossrat von Bern.»

Rashiti streitet laut Bericht ab, die SP damit als faschistisch bezeichnet zu haben: «Ich sage nur, der Sozialismus bringe totalitäre Regimes hervor.» Er bereue den Vergleich nicht: «Ich meinte damit nicht die SP, sondern den Sozialismus als Ideologie.» Auch die Rücktrittsforderung an seine Adresse zeuge von einer «totalitären Denkweise».

«Kein weiteres Öl ins Feuer»

Angelo Zaccaria, Präsident der SP Muri-Gümligen, wo Racine Mitglied ist, hat die Auseinandersetzung zur Kenntnis genommen. Die Rücktrittsforderung von Racine will er nicht kommentieren. «Dazu kann ich als Präsident der Lokalsektion nichts sagen», sagt Zaccaria zu 20 Minuten. «Raphael ist langjähriges, geschätztes Mitglied der SP. Ja, es stimmt, dass er manchmal etwas angriffig ist. Er ist ein bisschen unser Enfant Terrible – im positivst möglichen Sinn.»

Auf Anfrage von 20 Minuten verzichtet Racine selber auf eine weitere Stellungnahme. «Es ist eigentlich alles gesagt und ich möchte in dieser Sache kein weiteres Öl ins Feuer giessen», sagt er.

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