Aktualisiert 19.08.2009 20:13

BundesratswahlenSVP hält sich «Option Rime» offen

Die SVP hält an der Option fest, mit einer eigenen Kandidatur für den freiwerdenden Sitz von Bundesrat Pascal Couchepin anzutreten. «Aus heutiger Sicht steht der Freiburger Nationalrat Jean-Francois Rime als Unternehmer im Vordergrund».

Das sagte Fraktionschef Caspar Baader am Mittwochabend nach einer Sitzung des Fraktionsvorstandes in Bern. Es seien aber keine Entscheide gefallen, die Partei werde nicht vor dem kommenden 8. September definitiv entscheiden.

Der Druck für eine eigene Kandidatur steige zunehmend, betonte Baader, der am Abend nach der Sitzung des Fraktionsvorstandes mit Rime vor die Medien trat. Die SVP habe genug von der Päcklipolitik der Abwählerpartei CVP im Verein mit der Linken und einigen Freisinnigen aus der Romandie. Die SVP stehe weiterhin hinter der Konkordanz. Danach hätten die drei grossen Parteien je zwei Sitze in der Regierung zugute und die CVP als kleinste folglich einen.

Unternehmer statt Technokrat

In Bezug auf eine allfällige Kandidatur seien an der Sitzung des Fraktionsvorstandes keine Entscheide gefallen, entschieden werde nicht vor dem 8. September, sagte Baader. Aus heutiger Sicht stehe der Freiburger Nationalrat Jean-Francois Rime als Unternehmer im Vordergrund. Rime sei eine «ernsthafte Option» und könne als Unternehmer ein Gegengewicht zu den «Technokraten» in der Regierung bilden. Rime seinerseits stellte fest, er sei von der Parteispitze auf eine allfällige Kandidatur angesprochen worden und habe entschieden, sich zur Verfügung zu stellen. Er geht davon aus, dass er je nach Konstellation und Wahlgängen durchaus ein gutes Resultat machen könnte.

Baader machte unzweifelhaft deutlich, dass es nun auf die Vorschläge der FDP ankomme: «Wir werden die FDP an ihren Kandidaten messen», sagte der Fraktionspräsident. Die FDP kenne die von der SVP gesetzten Kriterien. Die SVP habe mit dem Hinweis auf Nationalbankpräsident Jean-Pierre Roth eine Brücke zu bauen versucht. (dapd)

20-Minuten-Online-Leser wählen ihren Bundesrat

Bis zur Bundesratswahl am 16. September stellt 20 Minuten Online seinen Lesern in mehreren Durchgängen die Kandidaten der Parteien zur Wahl. Nach den Vorschlägen der Kantonalparteien stehen bei der FDP fünf Politiker zur Auswahl, bei der CVP haben sich bisher zwei Parlamentarier als Kandidaten bereit erklärt. Noch keine möglichen Kandidaten sind bei der SVP bestimmt. Ende August könnte sich der Kreis der Kandidaten weiter verkleinern.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.