Aktualisiert 14.05.2006 19:02

SVP: «Linksgrüne erklären Autofahren zur Todsünde»

Massive Kritik der SVP an der städti-schen Verkehrspolitik: Wenn die Regierung den Autofahrern weiter so an den Kragen gehe, werde Bern bald zur «toten Museumsstadt».

Der Grund für die harten Vorwürfe: Der Berner Gemeinderat hatte angekündigt, die Fahrverbote in der Innenstadt künftig restriktiver umzusetzen. Zudem hat er sich zum Ziel gesetzt, den motorisierten Individualverkehr in den nächsten Jahren um 10 Prozent zu reduzieren.

«Die rot-grüne Mehrheit verleugnet einfach die Realität», sagt SVP-Stadtrat Thomas Weil. «Autofahren wird zur Todsünde erklärt.» Die Stadt möchte am liebsten die Innenstadt vom Verkehr «leer putzen». Weil befürchtet: «Die so genannt ‹läbigi Stadt› wird damit immer ‹toter›.»

Denn die Innenstadt-Geschäfte würden Umsatz verlieren, während die Läden in der Agglomeration sich über die autofahrenden Kunden freuen würden. «Ich kenne Gewerbler in der Stadt, die haben regelrecht Angst, mit ihrem Lieferwagen in die Stadt zu fahren», sagt Weil. «Kaum haben sie vor ihrem Geschäft angehalten, kassieren sie schon eine Busse.»

Deshalb hat Weil jetzt einen Vorstoss lanciert, in dem er den Gemeinderat auffordert, beim Verkehr wirtschaftsfreundlicher zu handeln.

Philipp Probst

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