Aktualisiert 22.04.2014 16:58

Zu BesuchSVP-Männer machten Party im Iran

Der Freiburger SVP-Nationalrat Jean-François Rime erzählt im Interview, warum er mit seinen Parteikollegen den Iran besucht.

von
D. Pomper

Herr Rime, warum weilen Sie und ihre SVP-Kollegen im Iran?

Ich mache hier Ferien. Der Iran ist ein sehr interessantes Land mit einer reichen Kultur.

Alt Nationalrat Ulrich Schlüer soll die Reise organisiert haben.

Ja, wir unternehmen immer wieder gemeinsame Reisen. Vor eineinhalb Jahren haben wir bereits Nordkorea besucht.

Wen haben Sie im Iran getroffen?

Ich erinnere mich nicht mehr an alle Namen. Das waren ein paar Leute vom Parlament und aussenpolitische Berater. Morgen treffen wir den Schweizer Botschafter in Teheran. Dann sind die offiziellen Treffen fertig.

Worüber haben Sie gesprochen?

Vor allem über den Bürgerkrieg in Syrien. Der Iran, wie auch die Schweiz, können dazu beitragen, eine gute Lösung zu finden.

Auch die Sanktionen gegen den Iran waren ein Thema, wie «Tehran Times» geschrieben hat …

Ja. Wir von der SVP sind gegen jegliche Sanktionen. Nur so kann unser Land die Neutralität bewahren. Ausserdem treffen Sanktionen nur die Bevölkerung und nicht die Regierung. Und es gibt immer Länder, die die Sanktionen umgehen, wie etwa China oder Russland.

Die lokalen Zeitungen haben dieses Statement für Propaganda missbraucht. Sind Sie da nicht in eine Falle getappt?

Ich bin nicht naiv. So etwas kommt halt vor. Ich habe kein Problem damit.

Schweizer Aussenpolitiker zeigten sich verärgert. Sie hatten keine Kenntnis von der Reise.

Ich habe meine private Iranreise nie verheimlicht.

Was hat Ihnen im Iran besonders gefallen?

In Shiraz waren wir im 25. Stock unseres Hotels in der Disco. Es lief gute Musik, die Leute tanzten, und auch die Kopftuchpflicht wurde nicht mehr so streng befolgt.

Haben Sie Alkohol getrunken?

Nein, es gab Milkshakes und Coca-Cola.

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