Aktualisiert 23.10.2003 07:54

SVP-Mörgeli: "Schmid unerwünscht"

Bei der Vorbereitung der SVP-Strategie für die Bundesratswahlen sind intern offensichtlich sehr harte Worte über Bundesrat Samuel Schmid gefallen.

Die «Neue Zürcher Zeitung» veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom Donnerstag Auszüge aus einem Arbeitspapier, das der Zürcher Nationalrat Christoph Mörgeli für die Strategiekommission seiner Partei verfasst hatte. Darin heisst es unter anderem für das Szenario einer Wiederwahl Schmids und einer gleichzeitigen Nichtwahl Christoph Blochers, Schmid wäre zur «persona non grata» zu erklären, der per sofort nicht mehr Mitglied der Fraktion sei. Und zum bisherigen Wirken Schmids im Bundesrat schrieb Mörgeli: «Samuel Schmid wurde seinerzeit gegen den Willen der SVP von den anderen Parteien in den Bundesrat gewählt mit dem Auftrag, die Politik seiner Partei zu hintertreiben. Dies hat er bislang mit nicht geringem Erfolg getan, etwa beim Uno-Beitritt, bei den bewaffneten Auslandeinsätzen, bei der Asylinitiative oder bei der Goldinitiative. Das unwürdige Doppelspiel, dass ein Bundesrat immer wieder der eigenen Parteibasis und der Fraktion in den Rücken fällt, ist jetzt endlich zu beenden.» Auf dem SVP-Zentralsekretariat wollte man die Auszüge aus dem Papier Mörgelis auf Anfrage nicht kommentieren. (dapd)

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