Aktualisiert

SVP: Parteibasis fordert Rücktritt von Peter Good

Nach der SVP-Schlappe bei den Regierungsratswahlen gerät der Zürcher Parteipräsident Peter Good massiv unter Druck. Nun werden Rücktrittsforderungen laut.

Die Niederlage sitzt tief – und es hagelt Kritik von allen Seiten. Am lautesten aus den eigenen Reihen, doch niemand will dafür namentlich hinstehen: «Peter Good muss sich über seine Wortwahl ernsthaft Gedanken machen», lästert ein Parteimitglied, «andernfalls wäre ein Führungswechsel für unsere Partei sicher sehr sinnvoll».

Und ein anderer Parteikollege mault: «Für mich verlor Good seine Autorität in dem Moment, als sich Christoph Blocher in den Wahlkampf einschalten musste.»

Für die Zürcher FDP-Präsidentin Doris Fiala, die seit der ersten Stunde um Anstand und Respekt gerungen hat, ist dies die Quittung der Wähler: «Leider hat mich die SVP nicht ernst genommen.»

Der Präsident will von einem Rücktritt nichts wissen: «Man will unsere Partei nur destabilisieren», ist Good überzeugt. «Ich bin kein Schönwetterpräsident, der beim Aufzug einer Regenwolke gleich den Bettel hinwirft», verteidigt er sich. Für Politologe Andreas Ladner muss die SVP für die Bürger wieder wählbar werden, aber nicht zwingend durch einen Führungswechsel: «Das Klima muss besser werden, das hängt nicht nur von einer einzelnen Person ab.»

Romina Lenzlinger

CVP Winterthur: Künzle als Ersatz

Die CVP Winterthur steigt mit dem 40-jährigen Michael Künzle in die Stadtrats-Ersatzwahl.

Nachdem Hans Hollenstein (CVP) in den Regierungsrat gewählt worden ist, muss die Partei am 5. Juni ihren Sitz im Winterthurer Stadtrat voraussichtlich gegen SVP und Grüne verteidigen.

Staatsanwalt Michael Künzle ist seit 1999 Mitglied des Gemeinderats und seit 2001 CVP-Fraktionschef. Bei einer allfälligen Wahl will er an Hollensteins Politik anknüpfen.

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