Aktualisiert 07.08.2015 14:37

Basler Spenden-Skandal

SVP-Präsident Frehner trennt sich von Mitarbeiter

Nach Bekanntwerden von Ungereimtheiten bei Parteispenden trennt sich SVP-Präsident Sebastian Frehner von seinem langjährigen Mitarbeiter Joël Thüring.

von
mak
SVP-Nationalrat Sebastian Frehner trennt sich geschäftlich von seinem Parteifreund Joël Thüring. Er fürchtet sich vor einem Reputationsschaden.

SVP-Nationalrat Sebastian Frehner trennt sich geschäftlich von seinem Parteifreund Joël Thüring. Er fürchtet sich vor einem Reputationsschaden.

Es sind schwierige Tage für SVP-Grossrat Joël Thüring. Nachdem die «Basler Zeitung» den 31-Jährigen wegen mangelnder Zahlungsmoral an den Pranger stellte, wenden sich nun auch sein Förderer und Geschäftspartner von ihm ab. Dies berichtet «Onlinereports» am Freitag.

Hintergrund der Affäre ist ein Artikel der «Basler Zeitung», in dem der Basler SVP-Präsident Sebastian Frehner und Joël Thüring des Spendenbetrugs bezichtigt werden. Laut «Baz» wollte Frehner Parteispenden für seinen eigenen Wahlkampf nutzen und hinterging damit die eigene Partei. Frehner bezahlte den Betrag an die Partei zurück und machte Thüring für den Versand der nicht offiziellen Spendenbriefe der SVP Basel-Stadt verantwortlich.

«Thürings Schwäche gefährdet meine Reputation»

In einer Medienmitteilung vom Freitag teilt Frehner nun mit, dass er sich geschäftlich von Joël Thüring trennen werde und auch aus der Beratungsfirma Apero AG ausscheide, die er einst zusammen mit Thüring gegründet hatte. Die operative Trennung folge in den nächsten Wochen.

Laut Frehner hat Thüring Mühe, finanzielle Angelegenheiten ordnungsgemäss zu erledigen. «Diese Schwäche gefährdet meine Reputation als Geschäftsmann und Nationalrat», sagt Frehner. Die SVP Basel-Stadt verurteilt in einer weiteren Medienmitteilung die «Hetzkampagne», die im Moment von der «BaZ» gegen sie, Präsident Sebastian Frehner und Grossrat Joël Thüring geführt werde.

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