SVP prangert verfehlte Lehrstellen-Politik an
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SVP prangert verfehlte Lehrstellen-Politik an

Die SVP ortet die Hauptursachen für die heutige Lehrstellen-Problematik in der fehlgelaufenen Bildungspolitik und in der verfehlten Migrationspolitik. Zwangsmassnahmen zur Schaffung von Ausbildungsplätzen seien unnötig.

Die Schule soll ihre Angebote auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichten.

Die Schulen müssten die Schülerinnen und Schüler besser auf das Berufsleben und die Wirtschaft vorbereiten, forderte der Solothurner SVP-Kantonsrat Heinz Müller an einer Medienkonferenz am Dienstag in Bern. In den letzten 20 bis 30 Jahren sei das Schulwesen in den meisten Kantonen von der SP oder links denkenden Freisinnigen unterwandert worden, ergänzte die St. Galler Kantonsrätin Jeannette Schlegel. Während der Schulunterricht früher in erster Linie auf den Leistungswillen, die Belastbarkeit und Zuverlässigkeit ausgerichtet gewesen sei, scheine heute nur mehr die Sozialkompetenz zu zählen. Folglich seien die Lehrlinge immer schlechter auf die Anforderungen des Wirtschaftslebens vorbereitet.

Wichtig sei, dass die Schule ihre Angebote auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichte und nicht umgekehrt. Werde die Wirtschaft nämlich gezwungen, ihre Anforderungen auf die Schule abzustimmen, sei sie nicht mehr wettbewerbsfähig, schreibt die SVP in ihrem Positionspapier zur Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Zwangsmassnahmen zur Schaffung von Ausbildungsplätzen seien unnötig und schädlich. Als wichtige Massnahme schlägt die SVP beispielsweise vor, staatliche Auflagen, Regelungsdichte und Steuerbelastung abzubauen. Vor rund zehn Tagen hatten sich Parteien und Vertreter des Bundesrats an den Von-Wattenwyl-Gesprächen mit der Lehrstellen-Problematik auseinander gesetzt. Dabei stellte Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss einen Aktionsplan vor. Mit der Schaffung von je 3.000 zusätzlichen Praktikumsstellen und Motivationssemestern soll die Jugendarbeitslosigkeit gemildert werden. (dapd)

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