1000 Fr: SVP setzt jetzt Kopfgeld auf Plakatschänder aus
Aktualisiert

1000 FrSVP setzt jetzt Kopfgeld auf Plakatschänder aus

Die Solothurner SVP bläst zur Jagd: Wer einen Plakatvandalen stellt, kann ein Kopfgeld von 1000 Franken kassieren.

von
Patrick Marbach

«Wenn wir einen dieser Plakat-Marder erwischen, machen wir kurzen Prozess», droht SVP-Regierungsratskandidat Roman Jäggi. Die Partei hat Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht und bezahlt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, 1000 Franken Belohnung. «Verdächtige Beobachtungen sind wenn möglich mit dem Handy zu filmen. Zudem hilft es, die Täter nach Hause zu verfolgen, damit wir ihre Adresse kennen», sagt Jäggi.

Aus allen Kantonsteilen häufen sich Meldungen über zerstörte oder verschmierte Plakate. Die SVP trifft es wohl, weil es viele Solothurner als Provokation auffassen, dass die Partei mit ihrer Fünferkandidatur Anspruch auf sämtliche Regierungsratssitze erhebt.

Jäggi vermutet, dass nicht nur Jugendliche, sondern auch gestandene politische Gegner hinter den Beschädigungen stecken: «Vor den letzten Wahlen haben wir ein prominentes CVP-Mitglied beim Plakatzerstören erwischt – es war ihm extrem peinlich.»

Ein weiterer – apolitischer – Übeltäter ist nun auch bekannt: Sturm Quinten hat gestern zahlreiche Plakatständer flachgelegt.

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