Aktualisiert 06.09.2007 20:14

SVP setzt Kopfgeld auf unbekannte Sprayer aus

Wegen einer verschmierten Wand hat die SVP in Weggis jetzt für Hinweise auf die Täter eine Belohnung von 400 Franken ausgesetzt. Dieses Vorgehen stösst bei Behörden und Polizei auf Kritik.

«Vandalenakte sind feige und daneben», sagt Emil Grabherr, Parteipräsident der SVP Weggis. Grund für seinen Ärger sind zwei versprayte Unterführungen auf der Umfahrungsstrasse in Weggis. «Diesen Schmierfinken muss unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden», so Grabherr. Die SVP hat deshalb jetzt eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zu den Tätern führen. Grabherr: «Ein sauberes Weggis ist uns das allemal wert.» Bisher habe er viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Grabherr könnte sich deshalb vorstellen, bei Vandalenakten künftig vermehrt Belohnungen auszusetzen.

Der Weggiser Gemeindepräsident Kaspar Widmer schüttelt über dieses Vorgehen jedoch den Kopf. «Es kann nicht sein, dass wir jetzt auf jede Kleinigkeit ein Kopfgeld ausschreiben», so Widmer. «Für mich stimmt die Verhältnismässigkeit nicht.»

Die Kantonspolizei Luzern findet Belohnungen von Privatpersonen grundsätzlich problematisch. Mediensprecher Urs Wigger: «Es ist fraglich, ob private Fahndungen gefördert werden sollten. Ausserdem muss die Auszahlung der Belohnung klar geregelt werden.»

(sen/mfe)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.