Aktualisiert 11.03.2014 10:40

«Polit-Kaderschmiede»SVP sucht mit Bier Nachwuchs an der Uni

Um gegen die «linkspolitische Übermacht» an der Uni Bern vorzugehen, wird die SVP aktiv: Mit Hilfe von Bier und einem Stammtisch soll Nachwuchs rekrutiert werden.

von
Nora Camenisch
Bier für Berner Studenten: Lukas Lanzrein und Manfred Bühler von der SVP.

Bier für Berner Studenten: Lukas Lanzrein und Manfred Bühler von der SVP.

Mit Bier für mehr SVP an der Uni: «Wir wollen Gegensteuer gegen das linke Gedankengut geben», sagt der SVP-Politiker und Jus-Student Lukas Lanzrein (25). Deshalb wird die Partei nun an der Uni Bern aktiv, um Nachwuchs zu rekrutieren. Am Montag verteilten er und Parteikollege Manfred Bühler vor der Uni Gratisbier an interessierte Studierende. «Das ist für die SVP schweizweit einzigartig. Mit der Aktion wollen wir Studierende für unseren Stammtisch mobilisieren», so Lanzrein weiter. Gesucht werden Studierende, die sich der SVP nahe fühlen. Beim gemütlichen Biertrinken am Stammtisch soll es aber nicht bleiben: Die Runde soll zur Kaderschmiede werden. Lanzrein: «Wir hoffen, dort zukünftige Parteivorsitzende, Grossräte und Richter zu finden.»

«Stammtisch mit Niveau»

Von einen Nachwuchsproblem will er aber nichts wissen. Lediglich die Uni sei von der SVP vernachlässigt worden. Einen Beitritt in den StudentInnenrat zieht man aber nach wie vor nicht in Erwägung. Die Einflussmöglichkeit dort sei einfach nicht gross genug. Deshalb jetzt auch das Projekt. «Wir wollen keine Krawallgruppe werden, sondern dies mit Niveau machen», erklärt Lanzrein.

Der erste Stammtisch wird bereits im April stattfinden. Darauf aufmerksam machen will die SVP via Facebook, mit Flyern und wie in einer Aktion am Montag mit dem Verteilen von Bier. «Das wird sich rumsprechen», ist sich Lanzrein sicher. Diskutiert werden Themen wie die Masseneinwanderungsinitiative, die Stipendieninitiative und andere Themen, die Studierende interessieren. Lanzrein: «Wir konzentrieren uns aber nicht nur auf die Unipolitik. Wir wollen der SVP allgemein ein Gesicht geben.» Deshalb sei auch geplant, dass Gross- oder Nationalräte an der Runde teilnähmen.

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