BDP unter den Rädern: SVP und GLP auf Siegeskurs

Aktualisiert

BDP unter den RädernSVP und GLP auf Siegeskurs

Die SVP hält aktuell so viele Parlamentssitze wie keine andere Partei. Auch die GLP baut ihre Präsenz aus und übertrumpft diesen Frühling erstmals die BDP.

Die Parteien von Martin Bäumle, Nationalrat GLP/ZH (Mitte) und vom ehemaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher (l.)  haben ihre Präsenz deutlich ausgebaut. Mit auf dem Bild der parteilose Ständerat Thomas Minder aus Schaffhausen.

Die Parteien von Martin Bäumle, Nationalrat GLP/ZH (Mitte) und vom ehemaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher (l.) haben ihre Präsenz deutlich ausgebaut. Mit auf dem Bild der parteilose Ständerat Thomas Minder aus Schaffhausen.

SVP und Grünliberale spüren knapp anderthalb Jahre vor den Nationalratswahlen Rückenwind. Bei der FDP und der CVP dagegen hält das Formtief an, wie eine Zwischenbilanz der kantonalen Urnengänge dieses Jahres zeigt. Federn lassen musste die BDP.

Die SVP konnte bei den kantonalen Parlamentswahlen im ersten Halbjahr 2014 um insgesamt 9 Sitze zulegen. Elf Gewinnen in Obwalden, Bern und Graubünden standen zwei Verluste in Nidwalden gegenüber. In Glarus, wo am letzten Wochenende gewählt wurde, gab es für die SVP keinen zusätzlichen Sitz.

Aktuell hält die SVP schweizweit 571 von total 2556 kantonalen Parlamentssitzen, so viele wie keine andere Partei. Für drei weitere Mandate findet in Graubünden noch ein zweiter Wahlgang statt. Nicht eingerechnet ist Appenzell Innerrhoden, wo die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt.

GLP übertrumpft BDP

Auch die GLP konnte diesen Frühling ihre Erfolgsserie fortsetzen. Mit 9 Gewinnen baute sie ihre Präsenz in den 25 Legislativen auf 87 Sitze aus und überflügelte damit erstmals die BDP. Diese kam vor allem im Kanton Bern arg unter die Räder und hält derzeit noch 77 Mandate, 11 weniger als zu Jahresbeginn.

Weiter auf der Verliererstrasse befinden sich die FDP mit den Liberalen und die CVP. Die FDP büsste gesamthaft 8 Mandate ein und kommt noch auf 531 Sitze. Die CVP verlor 5 ihrer ursprünglich 460 Sitze. Sie liegt damit zum ersten Mal gleichauf mit der SP, die sich um 2 Sitze verbesserte.

Ebenfalls leicht zulegen konnten die Grünen, und zwar um 3 auf total 186 Mandate. Keine Verschiebungen gab es an den Rändern des politischen Spektrums. EDU, Lega und andere kleine Rechtsparteien sind unverändert mit 63 Abgeordneten in den Kantonen vertreten, Linksaussenparteien und Alternative mit 34.

Stabilität bei kantonalen Regierungswahlen

Praktisch unverändert setzen sich die Kantonsregierungen nach den Wahlen im ersten Halbjahr zusammen. Die SVP konnte zwar den Sozialdemokraten in Glarus einen Sitz abjagen, bleibt aber mit insgesamt 22 Sitzen der Juniorpartner in den kantonalen Exekutiven.

Die FDP hat unverändert 43 der total 146 Regierungssitze inne. Auf dem zweiten Platz folgt die CVP mit 39 Sitzen, auf dem dritten die SP mit 32 (-1). Die Grünen halten 9 Mandate, die BDP 4. (sda)

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