SVP-Veranstaltung aufgemischt
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SVP-Veranstaltung aufgemischt

An der «Chropfleerete» auf dem Zürcher Bürkliplatz gestern Abend ist das Festzelt der SVP von unbekannten Jugendlichen mit Knall- und Rauchpetarden angegriffen worden.

Die Veranstaltung musste in Folge der Störaktionen unterbrochen werden.

Die Jugendlichen verschwanden rasch, weil die Polizei mit mehreren Mann vor Ort war und umgehend reagierte. Um allfällige Störaktionen zu verhindern, hatten die Veranstalter der SVP der Stadt Zürich auch einen eigenen Ordnungsdienst organisiert.

«Fremd im eigenen Land» war das Thema der zweistündigen Wahlkampfveranstaltung der Zürcher SVP am Freitagabend. Etwa 70 Sympathisanten der SVP waren gekommen. Ein paar Personen nutzten die Chance, ans Mikrofon zu treten und ihre Meinung zu sagen.

Eine ältere Frau kritisierte die «Verhätschelungspolitik» des Sozialdepartements der Stadt Zürich, von welcher vor allem Ausländer profitierten. Ein älterer Mann wünschte sich eine Schweiz, in der es keine Ausländerkriminalität mehr gibt. Weiter war die Rede von Sozialhilfemissbrauch oder von Überfremdung.

Ein Jugendlicher äusserte seine Sorgen über «die zunehmenden Probleme mit nicht integrationswilligen Ausländern». Zudem machte er sich stark für die Abschaffung des Antirassismusgesetzes. In der Schweiz müsse eine absolute Meinungsfreiheit möglich sein.

Eine andere Ansicht vertrat ein Deutscher, der seit über drei Jahren in der Schweiz lebt. Er zeigte sich erschüttert über die Art und Weise, wie die SVP gegen Ausländer politisiere. Es müsse Schluss sein mit dieser Agitation gegen Minderheiten.

Zu Beginn der «Chropfleerete» hatte der Zürcher Nationalrat Hans Fehr eine Grundsatzrede zur Ausländerpolitik der Schweiz gehalten. Die «Zuwanderungspolitik des offenen Scheunentors» bringe nur Probleme. Zudem drohe eine Islamierung des Landes. «Wir wollen eine Schweiz, die unser Zuhause ist», sagte Fehr.

Nach Fehrs Referat musste die Veranstaltung für ein paar Minuten unterbrochen werden, weil unbekannte Jugendliche Knall- und Nebelpetarden gegen das Festzelt der SVP geschossen hatten.

Die Jugendlichen verschwanden aber rasch, weil die Polizei mit mehreren Mann vor Ort war und umgehend reagierte. Um allfällige Störaktionen zu verhindern, hatten die Veranstalter der SVP der Stadt Zürich auch einen eigenen Ordnungsdienst organisiert.

(sda)

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