Nationale Wahlkampfstrategie: SVP verschärft Kampf gegen Klimaabgaben
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Nationale WahlkampfstrategieSVP verschärft Kampf gegen Klimaabgaben

Bauern innerhalb der SVP wollen die Umweltpolitik der Partei überprüfen. Doch die Parteileitung hat anderes im Sinn.

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Eine Frau probiert das Kostuem der SVP-Sonne an, aufgenommen an der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz, am Samstag, 30. Maerz 2019, in Amriswil. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Eine Frau probiert das Kostuem der SVP-Sonne an, aufgenommen an der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz, am Samstag, 30. Maerz 2019, in Amriswil. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

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Nach der Wahlschlappe in Zürich haben sich die SVP-Mitglieder zur Delegiertenversammlung in Amriswil getroffen.

Nach der Wahlschlappe in Zürich haben sich die SVP-Mitglieder zur Delegiertenversammlung in Amriswil getroffen.

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Wir haben es nicht geschafft, die Basis zu aktivieren», sagt Parteichef Albert Rösti.

Wir haben es nicht geschafft, die Basis zu aktivieren», sagt Parteichef Albert Rösti.

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Nach der Niederlage der SVP in den Zürcher Kantonswahlen vom letzten Wochenende werden erste Forderungen nach einer grünen Wende auch in der Volkspartei laut. Sie kommen vor allem von Bauern, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. So fordert etwa Nationalrat Andreas Aebi: «Nach dem Hitzesommer im letzten Jahr und der Wahlniederlage in Zürich muss die Partei ihre Umweltpolitik überprüfen.»

Doch Parteichef Albert Rösti und die Parteispitze wollen dem Druck nicht nachgeben. Nach den Sitzungen der Parteileitung von Freitag und Samstag sagt Rösti: «An den Parteileitungssitzungen waren die Zürcher Wahlen natürlich ein Thema. Eine Änderung der nationalen Wahlkampfstrategie war aber wegen der Zürcher Niederlage kein Thema. An unserer Position in der Klima und Umweltpolitik gibt es nichts zu ändern.»

Das Fazit heisst: weiter wie bisher, und den Widerstand gegen Klimaabgaben und Klimaverbote noch intensivieren. «Es muss noch deutlicher gemacht werden, dass es keine zusätzlichen Belastungen oder Verbote für die Wirtschaft und die Konsumenten geben darf», sagt Rösti. Auch Parteiübervater Christoph Blocher hat seiner Partei geraten, jetzt nicht in Klimahysterie zu verfallen, sondern den Kurs zu halten.

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