Knall nach Spesen-Streit - SVP will Amstutz nicht mehr als Grossrätin – Parteiausschluss knapp verhindert
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Knall nach Spesen-StreitSVP will Amstutz nicht mehr als Grossrätin – Parteiausschluss knapp verhindert

Die SVP-Grossrätin Madeleine Amstutz wurde als Folge eines langanhaltenden Streits nicht mehr für die Grossratswahlen nominiert. In der Partei darf sie allerdings bleiben – dank drei Stimmen.

von
Lara Hofer
Simon Ulrich
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SVP-Grossrätin und Gemeinderätin Madeleine Amstutz wird nicht aus der Partei ausgeschlossen. Das entschied die SVP Sigriswil am Donnerstagabend. 

SVP-Grossrätin und Gemeinderätin Madeleine Amstutz wird nicht aus der Partei ausgeschlossen. Das entschied die SVP Sigriswil am Donnerstagabend.

Christian Pfander / Tamedia AG
Dennoch kam es für Amstutz zu einem Dämpfer: Die Partei entschied sich gegen eine Nominierung für die Grossratswahlen 2022. 

Dennoch kam es für Amstutz zu einem Dämpfer: Die Partei entschied sich gegen eine Nominierung für die Grossratswahlen 2022.

Christian Pfander / Tamedia AG
Amstutz war bereits letzten August bei den Sigriswiler Gemeindewahlen von der lokalen SVP nicht nominiert worden – dies, wegen angeblich zu Unrecht bezogener Spesen für repräsentative Aufgaben der Gemeinde.  

Amstutz war bereits letzten August bei den Sigriswiler Gemeindewahlen von der lokalen SVP nicht nominiert worden – dies, wegen angeblich zu Unrecht bezogener Spesen für repräsentative Aufgaben der Gemeinde.

Christian Pfander / Tamedia AG

Darum gehts

  • Die SVP Sigriswil stimmte am Donnerstagabend darüber ab, ob SVP-Grossrätin Madeleine Amstutz aus der Partei ausgeschlossen werden soll oder nicht.

  • Das Resultat fiel sehr knapp aus, doch nun steht fest: Amstutz darf in der Partei bleiben.

  • Für die Grossratswahlen 2021 wurde sie allerdings nicht mehr nominiert.

Am Donnerstagabend war es soweit: Die SVP Sigriswil stimmte darüber ab, ob SVP-Grossrätin Madeleine Amstutz aus der Partei ausgeschlossen werden soll oder nicht. Die Versammlung hat «eingehend und kontrovers über die weitere Parteizugehörigkeit von Amstutz diskutiert», informiert die SVP Sigriswil. Nun steht fest: Amstutz darf in der Partei bleiben. Zwar votierten 58 Mitglieder für den Ausschluss und bloss 32 dagegen. Das benötigte Zweidrittelmehr wurde so allerdings knapp nicht erreicht – es hätten mindestens 61 Personen zustimmen müssen.

Zu einem Dämpfer für Amstutz kam es dennoch: Die Partei entschied sich dafür, die SVPlerin nicht mehr für die Grossratswahlen zu nominieren. Der entsprechende Antrag wurde mit 51 gegen 31 Stimmen abgelehnt, schreibt die «Berner Zeitung». Doch was steckt hinter der angespannten Stimmung zwischen Amstutz und ihrer Partei?

Verhältnis seit Spesenaffäre zerrüttet

Amstutz war letzten August bei den Sigriswiler Gemeindewahlen von der lokalen SVP nicht nominiert worden – dies wegen angeblich zu Unrecht bezogener Spesen. Amstutz wies die Anschuldigungen immer vehement zurück. Die Affäre hatte dennoch hohe Wellen über Sigriswil hinaus geschlagen.

Amstutz gab indes nicht klein bei, sondern ging selber in die Offensive. So gründete sie kurzum eine eigene SVP-Sektion – die mittlerweile wieder aufgelöste Neue Sigriswiler Volkspartei. Als Vertreterin dieser Partei holte sie sich einen Sitz im Sigriswiler Gemeinderat. Der SVP-Vorstand forderte daraufhin allerdings, dass Amstutz wegen «mehrfachen parteischädigenden Verhaltens» aus der Partei ausgeschlossen wird.

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