Aktualisiert 03.12.2008 11:51

Bundesratswahlen

SVP will auf «Buebetrickli» verzichten

Keine Ränkespiele, keine taktischen Manöver mehr? SVP-Nationalrat Ueli Maurer hat gestern in der Sendung «Club» keine Zweifel daran gelassen, dass er die Wahl in den Bundesrat annehmen würde.

von
Katharina Bracher

Gibt es eine geheime Strategie der SVP, um ihren Wunschkandidaten Blocher gegen den Willen des Parlaments doch noch ins Amt zu hieven? Die Spekulationen der letzten Tage, dass Ueli Maurer seine Kandidatur im letzten Moment zurückziehen könnte, damit Christoph Blocher nochmals Bundesrat wird, fanden gestern ihr vorläufiges Ende. In diesem Zusammenhang sprach «Blick» in den letzten Wochen vom «Buebetrickli» der SVP. Gemeint ist die Ausnutzung eines Schlupfloches im Wahlprozedere. Annahme: Nachdem alle anderen Kandidaten ausgeschieden sind, verbleiben noch Maurer und Blocher im Rennen. Maurer könnte nun im letzten und entscheidenden Wahlgang seine Kandidatur zurückziehen. Blocher verbliebe als einziger wählbarer Kandidat.

Maurer: «Werde Wahl annehmen»

In der Sendung des Schweizer Fernsehens «Club» von gestern Dienstag beantwortete Maurer die Frage, ob er die Wahl in den Bundesrat annehmen werde, mit einem ebenso knappen wie bestimmten «Ja». Ränkespiele wie der Rückzug seiner Kandidatur im letzten Moment kämen für ihn auf keinen Fall in Frage, sagte Maurer.

Blocher will auf keinen Fall auf Kandidatur verzichten

In der Sendung zu Gast waren neben Ueli Maurer und dem zweitplatzierten Bundesratskandidaten Christoph Blocher auch drei Bundeshausjournalisten. Diese verhörten Blocher bezüglich seiner geringen Wahlchancen: Ob er nicht besser jetzt schon verzichten wolle auf die Kandidatur? Blocher gab jedoch deutlich zu verstehen, dass ein Verzicht auf die Kandidatur nicht zur Diskussion stehe.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.