Japanische Architektur: Swatch baut neues Firmenareal
Aktualisiert

Japanische ArchitekturSwatch baut neues Firmenareal

Die Swatch Group braucht mehr Platz. Deshalb erweitert sie in Biel ihr Firmengelände um drei Gebäude. Bis 2015 sollen dort auch mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstehen.

von
egg
Swatch-Chef Nick Hayek mit dem Modell des neuen Firmengeländes in Biel: Denkmalschutz trifft moderne Architektur.

Swatch-Chef Nick Hayek mit dem Modell des neuen Firmengeländes in Biel: Denkmalschutz trifft moderne Architektur.

Farbige Uhren sind das Markenzeichen des Uhrenkonzerns aus Biel. Jetzt baut die Swatch Group ein neues Firmenareal, das ebenso modern daherkommt, wie die Plastikuhren. Im November will soll mit dem Ausbau begonnen werden. Geplant sind drei Neubauten sowie die Neugestaltung der bestehenden Gebäude und Flächen.

Ein neuer Zentralbau soll die Marken Omega und Swatch unter einem Dach vereinen sowie andere Einheiten der Swatch Group beherbergen, wie es in einer Mitteilung heisst. In diesem Bau sind sind Museen für Swatch, Omega und Swatchmobil geplant sowie Büros für die Administration und Konferenzräume.

Begegnungszone für Besucher und Fussgänger

Das Gebäude, das leicht erhöht auf Säulen stehen wird, soll auch zu einer Begegnungszone für Besucher und Fussgänger werden. Mit dem neuen Zentralbau verbinden sich die neuen Gebäude der Swatch.

Der langgezogene Swatch-Bau wird zum neuen Hauptsitz der Marke. Der vorderste Gebäudeteil, der mit dem Zentralbau verbunden ist, beherbergt alle Bereiche mit unmittelbarem Kundenkontakt. Das sind etwa die Ausstellungsräume und der Kundendienst.

Neues Omega-Gebäude

Im mittleren Teil befinden sich die Büros der Geschäftsleitung, Administration, Marketing und Verkauf. Hinten befinden sich Anlieferung, Abholung und Lagerräume.

Auf dem westlichen Omega-Areal entsteht zudem das neue Produktions- und Logistikgebäude von Omega. Dort kommen die verschiedenen Fertigungsabteilungen, Schulungs- und Ausstellungsräume sowie Büros zu stehen. Ein Lehrpfad soll den Besuchern Einblick in die Produktion geben.

Shigeru Ban baut für Hayeks

Bei der Gestaltung der Landschaft will die Swatch Group die geschützten Baumbestände berücksichtigen und mit neuen Baum- und Grünbepflanzungen ergänzen. Der Uhrenkonzern entschied sich beim Bauprojekt für den japanischen Architekten Shigeru Ban. Er hatte bereits 2007 das «Nicolas G. Hayek Center» in Tokio realisiert.

Dessen Projekt in Biel habe mit der pragmatischen und markenbezogenen Gestaltung der einzelnen Gebäude überzeugt, schreibt die Swatch Group. Zudem wurden die Landschaft und die denkmalgeschützten Omega-Gebäude aus der Frühzeit der Industrialisierung ganz besonders berücksichtigt.

Mit dem Segen der Stimmberechtigten

Für die Erweiterung des Firmenareals kaufte die Swatch Group umliegendes Areal auf. Die für den Bau nötigen Landumlegungen, Reglementsänderungen und Landverkäufen genehmigten Biels Stimmberechtigte im November 2008 an der Urne mit deutlicher Mehrheit.

Der grösste Uhrenkonzern der Welt will gemäss früheren Angaben auf den frei werdenden Flächen mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen. Voraussichtlich im Sommer 2015 will die Swatch Group die neuen Gebäude in Betrieb nehmen. (egg/sda)

Deine Meinung