Aktualisiert 27.03.2013 09:18

Chef-Ranking

Swatch-Chef Nick Hayek ist als Marke top

Erstmals wurde in der Schweiz die Markenstärke von Firmen-Chefs gemessen. Es zeigt sich: Banker wie Sergio Ermotti und Brady Dougan sind keine starken Marken.

von
egg
Die besten Marken unter den Firmenchefs: Albert M. Baehny (Geberit), Nick Hayek (Swatch), Michel M. Liès (Swiss Re). (Bilder: Keystone, Combo: 20 Minuten)

Die besten Marken unter den Firmenchefs: Albert M. Baehny (Geberit), Nick Hayek (Swatch), Michel M. Liès (Swiss Re). (Bilder: Keystone, Combo: 20 Minuten)

Albert M. Baehny, Nick Hayek und Michel M. Liès: Diese drei Firmenchefs führen das helvetische CEO-Rating an. Dieses für die Schweiz neue Ranking gibt Auskunft darüber, wie bekannt die Firmenchefs als Marke sind.

Wem von den drei Erstplatzierten nur der Swatch-Chef Nick Hayek ein Begriff ist, braucht sich nicht zu wundern. Baehny ist Chef des Sanitärtechnikunternehmens Geberit, Liès steht dem Rückversicherer Swiss Re vor. «Die Stärke der CEO-Marke hat wenig mit der Bekanntheit der Firmenchefs zu tun», sagt Wirtschaftspsychologe und Studienautor Tobias Heilmann.

Dougan, Ermotti und Bulcke auf den hinteren Rängen

Credit-Suisse-Chef Brady Dougan, UBS-CEO Sergio Ermotti oder Paul Bulcke von Nestlé gehören zwar zu den bekanntesten ihrer Art in der Schweiz. Ihr Marken-Wert ist aber gemäss dem CEO-Rating unterdurchschnittlich: Sie landen alle abgeschlagen im hinteren Drittel des Rankings.

Doch welche Bedeutung hat das neue Ranking überhaupt? Warum ist die CEO-Marke wichtig? Sie entscheide über den Erfolg eines Unternehmens, sagt Tobias Heilmann. «Eine gute CEO-Marke beeinflusst die ökonomischen Kennzahlen», erklärt Heilmann. Es habe sich gezeigt, dass eine bessere CEO-Marke eine höhere Kaufabsicht für die Aktien des Unternehmens bewirke.

Ein Spiegel für Chefs

Die CEO-Marke zeige aber auch, wie potenzielle Bewerber, aktuelle Mitarbeiter und Analysten eine Firma einschätzten. Nicht zuletzt sei es wichtig, dass die Führungskräfte und die Firmen selber über die Stärke ihrer Marke aufgeklärt würden, sagt Heilmann: «Die meisten CEO bekommen es ja gar nicht präzise mit, wie die Bevölkerung und die Aktionäre sie einschätzen.»

So wurde gemessen

Grundlage für die Erhebung der CEO-Marken bildeten die 20 Firmen im Swiss Market Index (SMI). Zwischen Dezember 2012 und Februar 2013 nahmen 2000 Deutschschweizer an der repräsentativen Online-Studie teil. Das Verfahren für die Messung der CEO-Marken stammt aus den USA. Ausschlaggebend sind das Image und die Reputation eines CEO. Das Image wird durch Führungsstil und Unternehmertum erfasst, die Reputation mittels Aufrichtigkeit/Integrität und Leistung. (egg)

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