Wegen Anlageverlusten: Swatch und UBS streiten jetzt vor Gericht
Aktualisiert

Wegen AnlageverlustenSwatch und UBS streiten jetzt vor Gericht

Der Uhrenhersteller Swatch soll rund 30 Mio. Franken mit Anlagen bei der Grossbank UBS verloren haben. Der Konflikt wird jetzt vor Gericht fortgesetzt.

Swatch fühlte sich von der UBS schlecht beraten.

Swatch fühlte sich von der UBS schlecht beraten.

Seit fünf Jahren schwelgt der Konflikt um Anlageverluste zwischen dem Uhrenhersteller Swatch und der Grossbank UBS. Jetzt ziehen sie vor Gericht. Es geht um rund 30 Mio. Franken, welche die Bieler Industriegruppe mit Anlagen bei der grössten Schweizer Bank verloren haben soll.

Am Montagnachmittag fand vor dem Handelsgericht Zürich eine Verhandlung statt: Eine Sprecherin des Gerichts bestätigte Angaben aus einem Beitrag der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» vom Wochenende.

Von der UBS schlecht beraten

Swatch fühlte sich von der UBS schlecht beraten, nachdem eine Anlage nach der «Absolute-Return«-Strategie zum Millionengrab wurde. Solche Bankprodukte sollen an sich auch Erträge liefern, wenn die Marktentwicklungen ungünstig sind. Die Finanzkrise hat allerdings auch bei Absolute-Return-Produkten für Ausfälle gesorgt.

Die Klage der Swatch-Gruppe gegen die UBS stammt aus dem Jahr 2010. Vermittlungsversuche sind in der Zwischenzeit gescheitert und ein Termin vor dem Friedensrichter verlief Ende 2010 ohne Ergebnis.

Swatch verlangt von der UBS eine Entschädigung für die verlorenen Investitionen. Weil es sich um einen pendenten Zivilprozess handele, lehnte die UBS am Montag auf Anfrage eine Stellungnahme zum Verfahren ab. Die Bank habe sich aber stets korrekt verhalten, sagte eine Sprecherin zur Nachrichtenagentur sda. (sda)

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